Reisejournal
Mai 2005
Reiseroute:
Am 3. Mai nahmen wir wieder Abschied
von Michael und Fort Wayne, um unsere Reise nach Florida anzutreten, wo wir uns
mit Elke, einer ehemaligen Arbeitskollegin von Abbott in Wiesbaden-Delkenheim
und ihrem Sohn, Martin, treffen wollten.
Als wir aus Michaels Ausfahrt raus fuhren, sah es so aus, als ob Chuck
den Auflieger etwas zu niedrig eingestellt hatte. Wir waren beim Hersteller darauf aufmerksam
gemacht worden, dass unser Wohnmobil vorne zu hoch aufliegt und Chuck hatte es
deshalb geändert, aber wohl ein wenig zu viel des Guten getan. Wir fuhren zu
einem großen Schulparkplatz in der Nähe von Michaels Haus und Chuck drehte ganz
vorsichtig und langsam ein paar scharfe Runden, während ich aufpasste. Tatsächlich hätte der
Auflieger die Aluminiumbox vorne auf dem Pickup hinter der Fahrerkabine
berührt, wenn ich Chuck nicht rechtzeitig gestoppt hätte. (Siehe Foto) Nachdem Chuck den nötigen Eingriff
vorgenommen hatte, um die Höhe zu korrigieren, fuhren wir dann endlich
los. Zuerst nach Elkhart, um die
Radachsen überprüfen zu lassen, dann nach Topeka zum Hersteller, um neue
Stoßdämpfer und einen neuen Reifen drauf montieren zu lassen. Am Betterker wurde auch noch etwas repariert,
währenddessen wir ein Picknick an einem See machten und anschließend zu einem
riesigen Flohmarkt fuhren, wo ich ein „Route 66“ T-shirt erstand (allerdings
ungebraucht und ohne Flöhe). Nach
beendeter Reparatur verließen wir guter Dinge und bei wunderschönem Wetter den
Bundesstaat Indiana in Richtung Florida.
Unsere erste Nacht unterwegs verbrachten wir in Van Wert, Ohio und am
darauf folgenden Tag trafen wir nach
einer abenteuerlichen Fahrt über eine z. T. einspurige Landstrasse mit tief
hängenden Ästen in Falmouth, Kentucky ein, wo wir an einem nahe gelegenen See
unser Camp aufschlugen. Als wir den
Coucherker ausfahren wollten, stellte sich heraus, dass wir unterwegs eine
Schraube verloren hatten und der Erker fuhr ganz schief raus und zerbrach dabei
eine Markisenhalterung oben. Chuck fand
eine passende Schraube in seinem Werkzeugkasten und behob den Schaden unter dem
Erker. Nachdem der Erker ausgefahren
war, rief er beim Hersteller an, damit sie uns eine neue Markisenhalterung
zuschicken würden, die auch bereits ein paar Tage später per UPS zu unserem
Campingplatz geliefert und von Chuck installiert wurde.
Am Tag nach unserer Ankunft in
Falmouth (Freitag, d. 6. 5.) fuhren wir
los, um ein Hochzeitsgeschenk für Chucks Nichte zu finden, die am 7. 5. 05 in
den heiligen Stand der Ehe treten wollte, was auch der Grund war, warum wir auf
unserer Floridareise einen Zwischenstopp in Kentucky eingeplant hatten. Einen Polterabend kennt man hier nicht, aber
wir verbrachten den Abend vor der Hochzeit im Kreise der Familie und am Samstag
um 14:30 Uhr gaben sich Meredith und Kevin in der katholischen Kirche zu
Falmouth das Ja-Wort. Von den
dazugehörigen Festivitäten zogen wir uns nach einem ausgiebigen Festmahl gegen
Abend zurück und verbrachten die nächsten paar Tage auf dem Campingplatz damit,
uns von Winter auf Sommer umzustellen.
Das bedeutet, alles aus dem „Keller“ musste ausgeräumt werden, um an die
Koffer zu kommen, denn die sind ganz hinten untergebracht, weil man ja nur 2
mal im Jahr dran muss. Eine
Einkaufsfahrt in die Umgebung von Cincinnati, um einen neuen Scanner zu kaufen
und um bei Aldi und einem deutschen Metzger kulinarischen Nachschub zu holen,
sowie ein paar Familienbesuche waren die Highlights, wann immer wir nicht mit
der großen „Winter auf Sommer Umpackerei“ beschäftigt waren. Am Freitag, d. 13. 5. verließen wir Falmouth,
um unsere Fahrt in Richtung Florida fortzusetzen. Als wir am Ortsende auf die US 27 einbogen
und Chuck noch mal in den Rückspiegel schaute, meinte er, da liege etwas auf
der Straßenkreuzung, das wie unsere Satellitenschüssel aussehe. Da wir beim Überqueren der Kreuzung keine
Gegenstände auf der Fahrbahn bemerkt hatten, schlug ich vor, Chuck solle
anhalten, damit wir nachsehen können.
Erst nach etwa 1 km kam endlich eine Stelle, wo man seitlich ran fahren
konnte. Als wir ausstiegen, bot sich uns
hinten auf dem Wohnmobil gähnende Leere, genau dort, wo sich eine
Satellitenschüssel befinden sollte. In
dem Moment hielt ein Auto neben uns, auf dessen Rücksitz eine leicht zerbeulte
Satellitenschüssel lag. Es gibt halt
doch noch nette Mitmenschen unter den
Verkehrsteilnehmern! ![]()
Der erste Reisetag nach unserem
Falmouth-Aufenthalt endete in Pioneer, Tennesse, wo wir auf einem Truckstop
übernachteten. Ein netter Brummifahrer,
der mit seinem weißen Bart aussah wie der Weihnachtsmann, half mir beim
rückwärts Einparken. Er grinste uns an
und meinte, es sei doch wohl besser, ich würde auf ihn wütend, statt auf Chuck,
denn er hätte ja seinen Laster zum Übernachten, der arme Chuck hätte nichts,
wenn ich so sauer auf ihn würde, dass ich ihn rausschmeiße. Ich hatte nicht die Absicht, sauer auf Chuck
zu werden, der sich wirklich redlich Mühe gab, mir die Sache beizubringen, aber
die Anweisungen des Brummifahrers beschleunigten mein Parkmanöver allemal. Am zweiten Tag fuhren wir bei ziemlich durchwachsenem
Wetter bis McDonough, Georgia, wo wir im „Golden Corral“ zum Abendessen gingen,
statt selbst zu kochen. Lobo bekam sein
Restaurantessen mitgebracht, was ihn mit der Tatsache aussöhnte, dass er, wie
immer hier, nicht mit in die Gaststätte durfte.
Der nächste Tag begann mit Regen, verbesserte sich aber so nach und nach
und am Abend übernachteten wir bei fast wolkenlosem Himmel im nördlichen
Florida auf einem Truckstop, dessen Tankstelle und Restaurant anscheinend
pleite gemacht hatten oder gerade den Besitzer gewechselt hatten. Was da so genau Sache war, war nicht ganz
ersichtlich. Auf alle Fälle war alles zu
und drinnen waren die Regale der Tankstelle nur zum Teil mit Ware
bestückt. Der Parkplatz dahinter war
fast leer, sehr sauber und auf der Wiese nebenan weideten ein paar Kühe. Da konnten wir es gut aushalten! Tag 4 war sonnig und als wir um 12 Uhr
mittags weiterfuhren, zeigte das Thermometer bereits 29°C an. In Ocala verließen wir die Autobahn I-75 und
fuhren die restliche Strecke bis Fort Lauderdale auf der Landstraße US-27. Anfangs gab es massenhaft Campingplätze, aber
als wir gegen Abend einen suchten, kam keiner mehr. Auch sonst gab es keine geeigneten Übernachtungsmöglichkeiten
und selbst Walmart Parkplätze kamen nicht als „die letzte Rettung“ in Betracht,
denn im Bundesstaat Florida ist das Übernachten auf Walmart Parkplätzen nicht
gestattet. Endlich kündigte sich
zwischen Venus und Palmdale ein Campingplatz an und wir fuhren rechts ab, um gleich
mit einem steilen Bahndamm und dem holprigsten Bahnübergang, den man sich nur
vorstellen kann, konfrontiert zu werden.
Nachdem wir diese vorsichtig hinter uns gebracht hatten, fuhren wir ein
Stück weiter und befanden uns plötzlich in einer Art Palmenwald mit niedrigen
Ästen und wunderschönen, tropischen Pflanzen.
Der Weg endete unvermittelt vor einem geschlossenen Tor und die Rezeption des Campingplatzes war bereits
geschlossen für die Nacht. Die einzige
Möglichkeit einigermaßen problemlos umzukehren, war auf der anderen Seite des
Zaunes zu sehen. Ein Campinggast auf dem
Platz meinte, wir sollten zum Platzwart gehen, der würde uns sicher noch
reinlassen, aber es war niemand anwesend, als wir an die Tür klopften und somit
versuchten wir unser Gespann vor dem Tor des Campingplatzes in die entgegen
gesetzte Richtung zu wenden. Baumäste
mussten zurück gebogen werden und mit viel Rufen und hin und her Laufen
meinerseits, brachte es Chuck seinerseits fertig, unser Gefährt aus seiner
unpässlichen Lage zu befreien. Wir
rumpelten wieder über den holprigen Bahndamm und waren heilfroh, als wir zurück
auf der Hauptstraße gelandet waren. Kurz
vor Moore Haven fanden wir dann ein fast leeres „RV Resort“, das sind
Campingplätze, wo man Mitglied von irgendwelchen Campingclubs sein muß und auf
denen die „Snowbirds“ mit ihren Wohnmobilen und Campinganhängern überwintern. (
„Snowbirds“ sind Leute, die ihre Winter in Florida verbringen und erst im
Frühjahr wieder in den Norden zurück kehren)
Mitte Mai war der Platz fast leer und wir versuchten es einfach auf gut
Glück, ob man uns als Nichtmitglied
einmal übernachten lassen würde.
Scheinbar waren wir eine angenehme Abwechslung für das ältere Ehepaar,
das sich um die Anlage kümmerte und die einzigen Menschen weit und breit zu
sein schienen. Sie wollten sich ausgiebig mit uns unterhalten, bevor
sie uns einen Platz zuwiesen, der mit
Wasser-, Kanalisations- und 50 Ampère
Stromanschluss ausgestattet war.
Wir verbrachten eine angenehm temperierte Nacht in unserem
klimatisierten Schlafzimmer, während es draußen die ganze Nacht recht
unangenehm schwül und heiß war. Unseren
bescheidenen Obolus von $15 für unseren Aufenthalt haben wir wohl völlig
aufgebraucht,
denn nebst durchgehend laufender Klimaanlage, habe
ich die Gelegenheit Kanalisation zu haben, gut genutzt und mehrere Maschinen
Wäsche gewaschen und getrocknet. Am
nächsten Mittag fuhren wir weiter bis Fort Lauderdale, wo wir am frühen
Nachmittag einen schönen Campingplatz fanden und uns auf demselben für die darauf
folgenden 10 Tage häuslich niederließen.
Um 17 Uhr klappte es nach mehreren Fehlschlägen endlich mit Elke und
Martin telefonisch Kontakt aufzunehmen und wir verabredeten uns mit den beiden
in ihrem Hotel am Strand von Fort Lauderdale für den nächsten Tag um 12 Uhr
mittags.
Kurz nach 12 Uhr am 18. Mai
umarmten mich Elke und Martin auf einer Seitenstraße neben ihrem Hotel,
währenddessen Chuck von einem Bauarbeiter beschimpft wurde, der für einen
Neubau auf der anderen Straßenseite die Straße freihalten sollte, wenn große
Baustellenfahrzeuge ein und aus fuhren.
Da wir als „Nichtgäste“ des Hotels erst einen Besucher-Parkschein
besorgen mussten, stand Chuck noch am Straßenrand und wartete, bis wir mit
Parkschein und weiteren Anweisungen zu ihm zurückkehren würden. Der kleine Mann mit seinem Baustellenfähnchen
nahm seine Mission sehr genau und schimpfte wie ein Rohrspatz auch wenn weit
und breit kein Baustellenfahrzeug in Sicht war.
Selbst sein Kollege konnte ihn nicht beruhigen und auch nachdem Chuck bereits
einen Parkplatz zugewiesen bekommen
hatte und wir alle miteinender zum Hotel zurück liefen, war er immer noch am
Meckern.
Wir versuchten so diskret wie
möglich mit Lobo ins Hotel zu gelangen, denn Elke und Martin hatten am Abend
zuvor an der Rezeption angefragt, ob er mit in ihr Studio Appartement dürfe und
ihnen wurde so in etwa gesagt: „was ich nicht weiß, macht mich nicht
heiß“. Wir waren noch keine 5 Minuten
oben, als das Telefon klingelte. Es war
jemand anderes an der Rezeption, Lobo war gesehen worden und Lobo war
unerwünscht. Da es zu heiß war, ihn im
Auto zu lassen, beschlossen wir, alle miteinander zu uns auf den Campingplatz
zu fahren und dort machten wir ein Barbecue.
Elke und Martin litten noch unter Jetlag und verabschiedeten sich bald
nach dem Essen, um zu ihrem Hotel zurück zu kehren. Wir verabredeten uns für den 20.5. für eine
Wassertaxifahrt durch Fort Lauderdale.
Der 19. 5. war bereits ausgebucht für uns, da Chuck einen Wartungstermin
in der Autowerkstatt vereinbart hatte.
Dort verbrachte er einen guten Teil des Tages, während ich am
Campingplatz blieb und Lobo von seiner Mähne befreite, denn die Hitze in
Florida war einfach zu viel für ihn, bei seinem dicken Pelz (siehe
Fotos). Armer Lobo, im Sommer ist er wahrhaftig nicht
sehr fesch
! Ich
fand auch eine Art Geschwulst an Lobos Unterseite zwischen Bauchnabel und
Vorderbeinen, die man aber wegen seines dicken Fells erst sehen konnte, als
alles abrasiert war. Ein Tierarzttermin
steht ihm also bevor.
Für unsere Wassertaxifahrt musste
Lobo daheim bleiben. Nach einem schönen
Spaziergang frühmorgens, statteten wir ihn mit einem großen Knotenknochen aus
Büffelhaut aus, womit er sich im kühlen Wohnmobil die Zeit vertreiben konnte,
während wir bei tropischer Hitze die Sehenswürdigkeiten von Fort Lauderdale vom
Wasser aus betrachten konnten (siehe Foto
und virtuelle
Tour.) Unterwegs stiegen wir aus und
schauten uns die Altstadt an, wo wir in einem mexikanischen Restaurant zu
Mittag aßen. Am späten Nachmittag fuhren
wir mit dem Wassertaxi zum Hotel zurück und verabschiedeten uns von Elke und
Martin, um dann zum Campingplatz zurückzukehren. Lobo war glücklich uns zu sehen, aber er
wusste auch noch nicht, was für schreckliche Pläne wir für ihn geschmiedet
hatten. Da wir übers Wochenende nach Key
West fahren wollten und für Montag eine Schifffahrt auf die Bahamas gebucht
hatten, musste Lobo für 4 Nächte in eine Hundepension. Ich machte noch einen langen Spaziergang mit
ihm und dann fuhren Lobo und ich los, um ihn in seinem vorübergehenden Quartier
abzuliefern. So etwas hatten wir noch
nie gemacht mit ihm und mir war gar nicht sehr wohl in meiner Haut. Die Frau in der Hundepension war sehr nett,
alles war sauber und machte einen guten Eindruck, aber Zwinger ist Zwinger und
Lobo wollte da gar nicht bleiben. Ich
setzte mich in den Zwinger mit ihm und versuchte, ihn zu beruhigen. Er saß ganz brav auf seinem Bett, das ich
mitgebracht hatte und dann ging ich fort und er weinte und jaulte. Ich musste ganz schnell rausgehen, sonst
hätte ich gleich mitgeweint.
Am nächsten Morgen holten uns
Elke und Martin um 7 Uhr am Campingplatz mit ihrem Mietwagen ab. Unser Pickup kann nur 3 Personen aufnehmen,
da der Rücksitz für Lobo umgebaut ist und es sehr umständlich ist, den Rücksitz
wieder in seine ursprüngliche Form umzuwandeln.
Die Fahrt über die „Keys“ nach Key West war interessant und
abwechslungsreich. Wir hielten auch mal
zum Einkaufen an, als ich ein „Outlet“ entdeckte, wo Martin für „einen Apfel
und ein Ei“ Levis Jeans erstand. Chuck
hatte in einem Prospekt ein nettes Hotel entdeckt und als wir am frühen
Nachmittag in Key West ankamen, fuhren wir zuerst dorthin, um Zimmer zu
bekommen. Unser Pech wollte es, dass
dieses entzückende Hotel (El Patio) (http://www.elpatiomotel.com/)
voll ausgebucht war. Man verwies uns an
ein anderes Hotel und dort wollte man uns alle vier in einem Mauseloch
unterbringen, in dem zwei nicht sehr breite Betten standen, die es in dem
winzigen Zimmer kaum zuließen, von der Tür aus durch das Zimmer zum zweiten
Bett zu kommen, ohne über das erste klettern zu müssen. Wir lehnten dankend ab und fuhren weiter, um
unser Glück anderswo zu versuchen. Im
Best Western Key Ambassador Resort Inn (http://www.keyambassador.com/ ) wurde
Chuck fündig und wenn wir auch zu viert
in einem Zimmer schlafen mussten, so waren wenigstens Zimmer und Bad groß,
Preis angemessen (sogar billiger als beim Mauseloch!) und die Betten etwas
breiter als im Mauseloch. Die Betten
wurden sofort auf ihre Tauglichkeit geprüft (siehe
Foto) und wenn es auch etwas eng schien für
zwei Personen auf einem Bett, so waren wir doch bereit, das Experiment
einzugehen, denn allzu viele Alternativen schien es nicht zu geben. Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht und
frisch gemacht hatten, starteten wir, um die Sehenswürdigkeiten
von Key West auf uns einwirken zu lassen.
Wir fuhren mit dem Bus zur Altstadt und von unserem ersten Stop aus
gelangten wir zum Hemingway Haus (http://www.hemingwayhome.com/HTML/main_menu.html)
. Dort drückte man jedem von uns ein
paar Blatt Papier in die Hand, auf welchen jemand die Führung ins Deutsche
übersetzt hatte. Überall waren Katzen, es sollen mehr als 60 Stück sein und es
wird gesagt, dass viele davon Nachkommen von Ernest Hemingways Katze sind. Hemingways Katze hatte 6 Zehen und die
meisten der Katzen, die heute im Hemingway Haus leben, haben ebenfalls mehr als
5 Zehen. Nach der Hausbesichtigung fuhren wir zum Hafen, wo wir an einem der
Piers in einem Restaurant ganz toll zu Abend
gegessen haben. Martin, der seine
gesamte Taucherausrüstung mit nach Key West gebracht hatte, hatte am Nachmittag
einen Tauchausflug im Golf von Mexiko für den folgenden Tag gebucht, somit
kehrten wir relativ zeitig zum Hotel zurück, vergnügten uns noch eine Weile im
Pool und gingen alle um 21:30 Uhr ins Bett.
Geschwommen wird hauptsächlich in den Schwimmbecken der Hotels, denn
Bade- bzw. Sandstrände haben wir auf den Florida Keys nur ganz wenige gesehen.
Da es kaum Brandung gibt, sind die Strände eher steinig.
Die Nacht war nicht so dolle und wir waren alle
ziemlich groggy am nächsten Morgen! Ich
fuhr Martin frühmorgens zum Hafen, damit er die Tiefen des Golfes von Mexiko
erforschen konnte und kehrte dann zum Hotel zurück, wo Elke, Chuck und ich
gemeinsam frühstückten. Wir räumten
unser Zimmer und fuhren zum südlichsten Punkt der Vereinigten Staaten
(ausgenommen von Hawaii), wo wir ein obligatorisches Foto machten (Hier anklicken). Anschließend fuhren wir zu Mallory Square,
bummelten durch Geschäfte, durch eine alte Tabaklagerhalle, in der sich jetzt
Läden und ein Restaurant befinden, an den Marktständen vorbei, wo Elke ein
kleines Windspiel erstand und am Pier entlang, wo gerade ein großes
Kreuzfahrtschiff vor Anker lag (siehe Foto). Überall auf den Straßen von Key West liefen
Hühner herum, Hähne zankten sich, Küken verliefen sich und die Hühnermamas
gackerten aufgeregt nach ihren Kleinen.
Als ich mich an einem der Marktstände erkundigte, was es mit dem
Federvieh für eine Bewandtnis habe, wurde mir erklärt, dass Key West in einem
Vogelschutzgebiet liegt und die wilden Hühner deshalb geschützt sind. Sollte man aus Versehen eines überfahren,
zahlt man $ 300 Strafe. Wenn man ein
Huhn im Suppentopf haben will, darf man es nur aus der Kühltruhe im Supermarkt
besorgen.

Weitere Informationen zum Thema „Hühner in Key
West“: 
Als das Handy klingelte, wußten wir, dass Martin
wieder aus den Fluten aufgetaucht war und wir fuhren zur Anlegestelle, um ihn
abzuholen. Er war voll begeistert von
seinem Erlebnis, wenn er auch den zweiten Tauchgang frühzeitig beenden musste,
da er sich nicht so ganz wohl fühlte. Er
hatte viele schöne Dinge gesehen und ließ uns durch seine Erzählungen auf der
Rückfahrt nach Fort Lauderdale an dem Erlebten teilnehmen. Kurz vor Fort Lauderdale überholte uns ein
Auto, dessen Fahrer uns zu verstehen gab, dass einer unserer Reifen platt
sei. Martin fuhr seitlich ran und
nachdem wir eine Sicherheitsminute bei verschlossenen Türen eingelegt hatten,
stiegen wir aus, um den Schaden zu überprüfen. Tatsächlich hatte der Hinterreifen
auf der Fahrerseite kaum noch Luft drin.
Wir fuhren zu einer Tankstelle, pumpten den Reifen auf, um wenigstens
bis zum Hotel zu kommen, was wir auch problemlos schafften. Wir verabschiedeten uns von den beiden und
fuhren zum Campingplatz, um sofort ins Bett zu gehen, denn am nächsten Morgen
mussten wir um 4:30 Uhr aufstehen, um rechtzeitig am Hafen zu sein für unsere
Reise auf die Bahamas.
Gut, dass ich um 4:27 aufwachte, denn der Wecker
klingelte nicht wie erwartet um 4:30.
Wir waren pünktlich kurz vor 6 Uhr beim Hotel, doch als ich an die Tür
des Studioappartements klopfte, rührte sich nichts. Ich bemerkte, dass drinnen alles dunkel war
und klopfte noch einmal laut und energisch!
Elke öffnete die Tür und war ganz durcheinander, weil der Wecker nicht
geklingelt hatte. (Es war wohl „die
Nacht der schweigenden Wecker“.) In
Windeseile waren Elke und Martin fertig, der Reifen an ihrem Mietwagen hatte
noch genug Luft drin und wir fuhren zum Hafen.
Das Einchecken war ein einziges Chaos.
An diesem Morgen war unsere Abfertigung die erste in einem anderen
Gebäude, die Leitungen für die Kreditkartenbestätigungen waren noch nicht
gelegt und der arme Mann am Schalter, d. h. an einem
Tisch, denn Schalter gab es noch nicht, musste übers Handy bei den Banken
anrufen und die Kartennummern telefonisch durchgeben. Natürlich legte die „Discovery Sun“ deshalb
mit einiger Verspätung ab, aber schließlich und endlich war es doch soweit und
Fort Lauderdale verschwand bei aufgehender Sonne hinter uns. 
Wir waren alle vier ziemlich unausgeschlafen, somit
legten wir uns an Deck auf die Sonnenstühle und ruhten uns aus. Ein paar Schnarcher waren auch zu hören hie
und da. An irgendwelchen Animationen,
Verlosungen, Spielen und Vorführungen nahmen wir nicht teil, nur als man zum
Frühstück und später zum Mittagessen aufforderte, waren wir bereit unsere
horizontale Stellung aufzugeben. Das
Ambiente im Speisesaal war edel, das Essen vorzüglich, die Auswahl an Speisen
reichlich und wie viel man sich auf den Teller lud oder wie oft man dies tat,
blieb jedem selbst überlassen.
Unser Schiff war etwas älteren Baujahrs, aber es
brachte uns sicher nach Freeport auf Grand Bahama. (http://www.discoverycruise.com/home/PhotoGallery_OB_4_GR_PHGA_SE_12.html
). Unsere Einfahrt in den Hafen von
Freeport hielten wir in mehreren Bildern fest (siehe
Fotos) und nachdem wir von Bord gegangen waren, fuhren wir mit einem klapprigen
Taxi in die Stadt. Spielkasinos,
Geschäfte und Luxushotels erwarteten uns am Ende der Taxifahrt. Wir probierten alles aus, von den Luxushotels
allerdings nur den Strand, wo Elke und Chuck bei kühlen Getränken unter einem
Sonnenschirm auf der Terrasse saßen, während Martin und ich uns in die an
dieser Stelle nicht sehr kühlen Fluten des Atlantiks stürzten. Am späten Nachmittag kehrten wir mit dem
klapprigen Taxi zum Hafen zurück und ließen uns von der „Discovery Sun“ zurück
nach Fort Lauderdale bringen. Das
Abendessen an Bord war auch wieder ausgezeichnet und wir vertrieben uns die
verbleibenden Stunden der Überfahrt mit Faulenzen, Sonnenuntergang und
Mondaufgang bewundern, Martin probierte noch einmal sein Glück im Kasino und
als die Lichter von Fort Lauderdale am Horizont auftauchten, waren wir uns alle
einig, dass wir einen wunderschönen Tag hinter uns hatten. Um die USA wieder zu betreten, mussten wir in
Fort Lauderdale durch den Zoll. Es
dauerte ewig, bis wir das Schiff verlassen durften und als wir endlich im
Parkhaus ankamen, war der Reifen des Mietwagens wieder ziemlich luftleer. Wir schafften es aber bis zum nahe gelegenen
Hotel und wir verabschiedeten uns von Elke und Martin, die sich am nächsten Tag
darum kümmern wollten, das leidige Reifenproblem aus der Welt zu schaffen. Chuck und ich kehrten zum Campingplatz zurück
und fielen todmüde ins Bett.
Am nächsten Morgen (24. 5.) haben wir Lobo
abgeholt. Die Frau in der Hundepension
versicherte mir, dass alles wunderbar gelaufen sei, er habe gut gefressen und
seine Geschäfte verrichtet und dann holte sie ihn und er war überglücklich,
mich zu sehen Ich ließ ihn raus zu
Chuck, der neben dem Auto auf dem Parkplatz stand und auch der wurde freudig
begrüßt. Wir fuhren zurück zum
Campingplatz und als ich ausstieg, um zur Rezeption zu gehen, weil wir unseren
Aufenthalt dort um ein paar Tage verlängern wollten, fing Lobo an zu
heulen. Chuck lief mit ihm ein wenig
herum und Lobo kackte zwei mal. Als ich
aus dem Gebäude kam, entschieden wir, dass ich mit Lobo zum Wohnmobil zurück
laufen würde und
Chuck würde mit dem Pickup hinfahren.
Lobo und ich liefen am See entlang und er kackte noch mal und dann noch
mal und so ging es alle zwei Minuten.
Nach einer Weile wurde es Durchmarsch und er ging immer wieder bis wir
zum Wohnmobil zurückkamen. Ich vermute
mal, die Frau hat gelogen und Lobo ist die ganze Zeit (von Freitag Abend bis
Dienstag früh) überhaupt nicht gegangen.
Wir haben uns an diesem Tag viel mit ihm beschäftigt und ihm oft Gelegenheit
gegeben, raus zu gehen, aber nach der Großoffensive am Morgen schien seine
Verdauung wieder in Ordnung zu sein. Am
Abend bin ich alleine zum Einkaufen gegangen, denn unser Kühlschrank war
ziemlich leer und Chuck ist mit Lobo daheim geblieben.
Der nächste Tag war unser letzter Tag mit Elke und
Martin und wir hatten eine Fahrt nach Miami und Miami Beach sowie ein
Abend-/Abschiedsessen bei den Beiden in ihrem Studioappartement geplant. Es war ein sehr, sehr heißer und schwüler Tag
und Lobo sollte ihn deshalb im kühlen, klimatisierten Wohnmobil
verbringen. Nach einem ausgiebigen Gassi
frühmorgens bekam er wieder einen großen
Knotenknochen aus Büffelhaut und wir verabschiedeten uns von ihm. Wir fuhren zum Hotel, wo Elke und Martin mit
ihrem neuen, flotten, knallroten Mietwagen, den sie als Austausch für den Wagen
mit dem Platten bekommen hatten, auf uns warteten. Wir parkten unseren Pickup und stiegen um in
das knallige Fahrzeug, das uns, mit Martin am Steuer, nach Miami brachte. Zuerst fuhren wir in den Art Deco Distrikt
und versuchten uns dort ein wenig umzusehen, aber die Bürgersteige
waren so heiß, dass man kaum drauf laufen konnte. Wir versuchten es mit dem Strand, der Sand
dort war genauso heiß. In einem
Starbuckscafé erfrischten wir uns etwas und beschlossen, alle weiteren
Besichtigungen vom klimatisierten Auto aus zu machen. Nachdem wir uns „Little Havana“ und „Coconut
Grove“ angeschaut hatten, beendeten wir unseren Ausflug und genossen ein
herrliches Shrimpessen in Elkes und Martins Ferienwohnung. Wir wünschten beiden noch ein paar schöne
Tage in Florida und kehrten zurück zu
unserem Standort, wo wir ein demoliertes Fliegengitter an der Innentür des
Wohnmobils und eine von innen zerkratzte Außentür vorfanden. Lobo hatte versucht raus zukommen und dabei
auch einen Plastikgriff an der Tür zernagt.
So etwas hatte er noch nie getan!!
Nach vier Tagen in der Hundepension hätten wir ihn noch nicht schon
wieder alleine lassen sollen! Chuck hat
am nächsten Tag ein neues Fliegengitter gekauft und die Innentür
repariert. Der Griff mußte erst bestellt
werden und wird ausgetauscht, wenn er eintrifft. Wir verbrachten den Tag mit Wäsche waschen,
E-mails schreiben, Rechnungen bezahlen und packen, denn am darauf folgenden Tag
wollten wir nach Homestead fahren, um unseren Kühlschrank reparieren zu lassen,
welcher nicht mehr richtig kühlte. Das
Gefrierfach schien in Ordnung, nur im Kühlschrank war die Temperatur höher als
erwünscht. Die Fahrt nach Homestead
erwies sich als reine Zeitverschwendung, denn obwohl wir einen Termin hatten,
wollten sie den Kühlschrank erst an ein Gerät hängen, das über einen Zeitraum
von 48 Stunden alle Temperaturschwankungen aufzeichnet. Es war Freitag Nachmittag vor einem langen
Wochenende, denn am Montag war ein Feiertag.
Die Prozedur konnte also erst am Dienstag Morgen beginnen und so lange
wollten wir dort eigentlich nicht bleiben.
Also vertagten wir die Kühlschrankangelegenheit und fuhren von Homestead
aus über die Florida State Route-997 und die US-41 in die Everglades. Wir hatten es uns in den Kopf gesetzt, in den
Everglades zu übernachten. Campingplätze
sahen wir zwar ein paar, aber die waren zu.
Endlich kam ein Besucherzentrum mit Informationsstand, aber der war an
diesem Tag bereits geschlossen. Auf
einer Tafel war eine Karte des „Big Cypress National Preserve“ und es waren
einige Campingplätze eingezeichnet, die noch vor uns lagen, somit fuhren wir
weiter und wurden alsbald fündig. Wir
bogen rechts von der Hauptstraße ab und kamen zum „Monument Lake Campground“ (http://friendsofbigcypress.org/campgrounds2.htm
). Nirgends waren Zelte oder Wohnwägen
zu sehen, kein Mensch war weit und breit und erst als wir fast um den ganzen
See herum gefahren waren, entdeckten wir ein kleines Häuschen, in dem sich die
Toiletten befanden und vor dem ein junger Mann auf einer Bank saß, sein
Motorrad stand neben ihm. Es war klar,
dass er auch nur ein Reisender war, aber wir fragten ihn trotzdem, ob er uns
irgendwelche Auskünfte in Bezug auf diesen eigenartigen Campingplatz geben
könne. Er meinte, ja, er hätte am
Informationsstand des Besucherzentrums erfahren, dass man an diesem
Campingplatz im Sommer umsonst bleiben könne, weil so viele Mücken dort seien.
Sein Englisch war etwas holprig, wofür er sich entschuldigte und als ich ihn
fragte, woher er komme, sagte er, dass er aus Quebec, Kanada sei. Wir suchten uns einen schönen Platz aus,
Anschluss für Wasser und Abwasser war vorhanden, nur der Stromanschluss war
„tot“; nicht verwunderlich, wenn man schon umsonst dort campen darf. Im See bekamen wir unsere ersten Alligatoren zu sehen, die ganz friedlich im Wasser lagen und
sich von mir fotografieren ließen (siehe Fotos). Als die Sonne unterging, baute der Kanadier
sein Zelt in Sichtweite, aber doch ein ganzes Stück entfernt von uns, auf. Später kamen noch ein paar Campinggäste mit
Zelten, die bei Einbruch der Dunkelheit am See angelten. Insekten von wirklich gigantischen Ausmaßen
gab es en masse. Es hörte sich an wie
Klopfen, wenn sie an die Fenster flogen.
Wir mussten immer ganz schnell die Tür zu machen, wenn wir rein und raus
gingen, damit wir wenigstens drinnen vor den Quälgeistern unsere Ruhe
hatten. Wie die Leute in den Zelten
damit zurecht kamen, war uns ein Rätsel.
Am nächsten Morgen, als ich die Tür aufmachte, lag eine Schlange
auf der Betonplatte unseres Stellplatzes, direkt unter der Treppe. Sie schlängelte sich seitwärts ins Gras, als
sie mich sah und verschwand alsdann im Gebüsch.
Überall waren weiße Reiher, die, wie es schien, ein Festmahl gehabt
hatten, denn es waren kaum noch Insekten da.
Unsere zeltenden Nachbarn waren alle weg und der Campingplatz gehörte
uns ganz alleine. Das gefiel uns recht
gut und wir entschlossen uns, noch eine Nacht zu bleiben. Die Hitze war zwar kaum auszuhalten, aber
unser Generator produzierte genug Strom, um die Klimaanlage laufen zu lassen,
wenn es zu unangenehm wurde. Wir wollten
am nächsten Tag nach New Port Richey, nördlich von Tampa, wo Chucks Bruder
wohnt, fahren und hatten schon einen Campingplatz in der Nähe ausgewählt. Da am Montag „Memorial Day“ war, wollten wir
dort vorreservieren, doch alle Versuche den Campingplatz telefonisch zu
erreichen, schlugen fehl. Unterwegs
probierten wir am Sonntag immer wieder den Campingplatz zu erreichen und als
wir durch Tampa fuhren und immer noch kein Glück damit gehabt hatten,
entschlossen wir uns kurzerhand umzudisponieren, da wir keine Lust hatten, die
ganze Strecke zu dem Campingplatz zu fahren, ohne die Gewissheit, dass man uns
dort auch nehmen würde. In Tampa ist
MacDill Airforce Base, ein Stützpunkt der US Airforce und dort ist auch ein
Campingplatz. Aus Erfahrung wissen wir,
dass die Campingplätze, die vom Militär geführt werden, bei niedrigeren Preisen
meist viel mehr Luxus und Komfort anbieten, als private oder staatliche
Campingplätze. Also bogen wir ab in
Richtung MacDill und als wir in die Nähe des Tores für PKW kamen, folgten wir
den speziellen Schildern für LKW und PKW
mit Anhängern. Dies wurde uns leider zum
Verhängnis! Nirgends auf den Schildern
stand, dass diese nur an Werktagen Gültigkeit hatten und da Sonntag war,
standen wir plötzlich vor einem verschlossenen Tor ohne jegliche Möglichkeit
umzukehren. Es ist nicht so ganz einfach
mit einem Auflieger zurückzusetzen und wenn man gleich einen ganzen Kilometer
zurücksetzen muß, dann ist das kein leichtes Unterfangen. Als nach einer dreiviertel Stunde
Sicherheitspersonal auf der anderen Seite des Zaunes auftauchte, gaben wir unseren
Unmut über die Beschilderung kund, stießen dabei zwar auf Verständnis, aber das
Tor konnten sie nicht für uns öffnen.
Dafür gaben sie uns alle möglichen guten Ratschläge, was wir machen
sollten, wenn wir (irgendwann mal) vorne auf der stark befahrenen Hauptstraße
rückwärts rauskommen. Lange Rede, kurzer
Sinn, irgendwann war auch diese Hürde überwunden und wir fuhren die ein bis
zwei Kilometer zurück zum Tor für PKW, wo man uns prompt rein ließ, nachdem wir
nicht umhin konnten, auch dort noch einmal unseren Unmut kundzutun. Vom Tor zum Campingplatz waren es noch einmal
mehrere Kilometer.
Plötzlich bemerkte Chuck, dass
das Lämpchen für die Bremsen vom Auflieger an war. Er hielt sofort und es stellte sich heraus,
dass sich beim Zurücksetzen das Sicherheitskabel für die Bremsen am Auflieger
verheddert hatte und wir die ganze Strecke mit blockierten Bremsen gefahren
waren. Man konnte es auch riechen und
die Räder waren ganz schwarz. Wir hatten
ja sowieso vor, das Wohnmobil in die Werkstatt zu bringen, wegen des
Kühlschranks. Ein Termin bei einer
Werkstatt begann sich also richtig zu lohnen!
Am Campingplatz angekommen,
fanden wir einen schönen Stellplatz, sogar mit Anschluss für
Kabelfernsehen und Telefon. Auch war der
Campingplatz trotz des Feiertags nicht überfüllt und um uns herum waren viele
leere Stellplätze.
Ellbogenfreiheit!! Na, wenigstens
etwas!! --- Am Montag war für mich die
große Wäsche & Hausputz angesagt, während Chuck im Internet eine
Crossroads-Werkstatt suchte und fand, bei welcher er für Mittwoch d. 1.6.
telefonisch einen Termin vereinbarte.
Einen Termin bei einem Tierarzt hier haben wir auch ausgemacht, wegen
des Geschwürs auf Lobos Unterseite.
Außerdem geht Lobo, seit er in der Hundepension war, nicht mehr gerne
spazieren. Ob das an der Hitze hier
liegt oder was da nun in seinem Kopf vorgeht, ist nicht ohne weiteres
ersichtlich. Auf alle Fälle benimmt er
sich in letzter Zeit recht eigenartig.
Wir machen uns auch Gedanken, ob er sich vielleicht sonst nicht richtig
wohl fühlt.
Chuck benötigte auch einen
Arzttermin wegen einer sich ausbreitenden Läsion auf seinem Rücken. Da wir uns hier in der Gegend länger
aufhalten werden, ist dies eine gute Zeit, all diese Dinge zu erledigen.
Am 31. Mai waren wir mit Chucks
Bruder, Joe, verabredet, den wir in seinem wunderschönen Haus mit Swimmingpool
in New Port Richey besuchten. Joe ist
ein Hobbykoch und wir kamen in den Genuss seiner Kochkünste. Es gab Caprese und einen fantastischen
Zackenbarsch auf Pasta. Auf der
Rückfahrt zum Campingplatz gerieten wir in ein schreckliches Gewitter und kurz
nachdem wir wieder daheim waren, ging in dem Gebiet, wo wir durchgefahren
waren, ein Tornado nieder, der 18 Häuser zerstörte. Die Sturmsaison beginnt jetzt in Florida,
wollen wir hoffen, dass wir hier heil wieder weg kommen.
Fortsetzung folgt, sobald es wieder etwas Neues zu
berichten gibt.
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