Zu den Fotos geht es über die Menüschaltfläche
                   "Fotos Juni 2006" oben.

    Der Juni begann mit einem „Bierdosenhuhn“ auf dem offenen
    Feuer mit unserem Freund Dick in Aguirre Springs, gefolgt
    von einer Einladung Gloria Heralds zu einem ausgezeichneten
    mexikanischen Mahl im „Ay Caramba“ in El Paso, Glorias
    Lieblingsrestaurant.  Tierarztbesuch, ein letzter
    Arzttermin in Sachen Diabetes und Blutdruck, medizinische
    Absegnung zur Weiterreise, ein Abschiedstreffen mit
    unseren ehemaligen Nachbarn in Las Cruces, Julia und Noti
    Alderete (siehe Foto), ein Abschiedsessen mit Dick im  
    „Johnny Carino“ und ein kurzer Abstecher zu Madeleine &
    Rex Berryhill, um uns auch von diesen zu verabschieden und
    dann war es endlich soweit und wir verließen, mit einiger
    Verspätung, am 12. Juni unser „Winterdomizil“ mit Ziel
    Alaska.

    Wir fuhren auf der I-10 in Richtung Westen bis kurz hinter
    Lordsburg und bogen dann auf der Highway 80 ab nach
    Süden, um die Chiricahua Berge von Osten her anzufahren.  
    Ein paar Kilometer bevor wir Rodeo, New Mexico erreichten,
    folgten wir einem Wegweiser nach Westen zum Chiricahua
    National Monument über den kleinen Ort Portal, der bereits
    in Arizona liegt.  Direkt hinter Portal beginnt das Gelände
    des Chiricahua National Monuments.  In Portal stießen wir
    auf ein Schild am Straßenrand (siehe Foto), das uns bewog
    umzukehren.  Bei einer Zugfahrzeug-Wohnmobil
    Gesamtlänge von gut 15 m (knapp 50 FEET) lagen wir doch
    erheblich über den angegebenen Maßen auf dem Schild.  Auf
    der engen Straße, an einem Hügel war Chucks
    Wendemanöver ein echtes Bravourstück!  Wir fuhren zurück
    zur Hauptstraße und fanden alsdann einen Campingplatz in
    Rodeo, wo wir abkoppeln konnten und uns für zwei Tage
    einmieteten.  Die Frau am Empfang erzählte uns auch gleich
    von einem Trucker, der einige Tage zuvor das Schild nicht
Chiricahua National Monuent
(Bitte Bilder anklicken,
um sie  zu vergrößern)
.
Jedes Nachricht-Eingabefeld
im Gästebuch ist auf ca. 250
Buchstaben einschließlich
Leerzeichen beschränkt. Für
längere Mitteilungen schickt
uns bitte eine E-Mail unter:

morton@rmortonc.com
Jedes Nachricht-Eingabefeld
im Gästebuch ist auf ca. 250
Buchstaben einschließlich
Leerzeichen beschränkt. Für
längere Mitteilungen schickt
uns bitte eine E-Mail unter
morton@rmortonc.com
Hier anklicken, um ältere
Gästebucheintragungen zu lesen



    beachtet hatte (oder meinte, er könne es besser) und dann in den Bergen sein Gespann
    in einer Haarnadelkurve verloren hatte.  Er kam danach zu ihrem Campingplatz / Motel
    und verbrachte ein paar Tage dort.  Dann kam die Polizei und wollte ihn abholen, weil er in
    mehreren Staaten auf der Fahndungsliste stand (sie wußte nicht weshalb).  Das war wohl
    auch der Grund, warum er durch die Berge fahren wollte und nicht auf den regulären
    Straßen, denn dort, an der mexikanischen Grenze entlang, gibt es mehrere
    „Checkpoints" und die wollte er wohl umgehen.  Aber die Polizisten aus Arizona (wo der
    Lastwagen lag) konnten ihn nicht verhaften, weil er sich nun in New Mexico befand und
    der Trucker kehrte anschließend nach Kentucky zurück, von wo aus die Arizona Behörden
    dann versuchen müssen, ihn nach Arizona ausgeliefert zu bekommen. Kompliziert!

    Nachdem wir uns in Rodeo „häuslich“ niedergelassen und unser Abendessen verspeist
    hatten, gingen wir zeitig zu Bett, um für unser Bergabenteuer im Chiricahua National
    Monument                         am nächsten Morgen fit zu sein.  

    Der Ausflug in die Chiricahuas wird uns lange unvergesslich bleiben, nicht nur, was die
    herrlichen Gesteinsformationen und die wilde Landschaft angeht (siehe Fotos), sondern
    auch die Nachwirkungen dieser Fahrt.  Doch davon später.  ---  Die Straßen, die vom
    Osten her in die Chiricahuas führen, sind nicht asphaltiert.  Sie führen über Stock und
    Stein, sind staubig und winden sich über Berge, Täler und Schluchten durch das Gebirge.
    Wir stießen auch auf den umgekippten Laster (siehe Fotos) und rätseln bis heute daran
    herum, wie man ein Bergungsfahrzeug dort hinbringen will.  Die zuständigen Behörden
    hatten dieses Problem wohl auch noch nicht gelöst, denn als wir an der Unglücksstelle
    vorbei fuhren, waren bereits etliche Tage seit dem Vorfall vergangen.  Nach
    Durchquerung des Gebirgsblocks fuhren wir auf der Westseite der Chiricahuas durch
    den eigentlichen Parkzugang auf besseren Straßen zu den Aussichtspunkten, von wo aus
    man die spektakulären Gesteinbildungen bewundern kann.  Unsere Rückkehr zum
    Wohnmobil in Rodeo ging auf asphaltierten Highways über Willcox und die I-10 in
    östlicher Richtung zurück zur Highway 80 und an der „Geisterstadt“
    Granite Gap                       (siehe auch Fotos) vorbei.  

    Als wir am nächsten Morgen weiterfahren wollten, bemerkte Chuck am vorderen Reifen
    auf der Fahrerseite unseres Pickups eine schadhafte Stelle.  Es fehlte ein ganzes Stück
    Reifenbelag und wir mussten erst mal einen Reifenwechsel vornehmen. Die
    Schotterstraßen in den Bergen mit ihren scharfen Gesteinkanten hatten wohl eine
    Schwachstelle an diesem Reifen erwischt. Dies veranlasste uns, rundum eine
    gründlichere Reifenüberprüfung als sonst vorzunehmen.  Die anderen Reifen am Pickup
    waren soweit in Ordnung; dass wir rundum bald neu bereift werden wollten, hatten wir
    schon besprochen.  Was wir aber am Wohnmobil entdeckten, erzeugte einige
    Verwirrung.  Auf einer Seite war am vorderen Reifen innen der Belag ziemlich
    abgefahren und am hinteren Reifen war er außen abgefahren.  Da die Räder dicht
    nebeneinander auf separaten Radachsen aufgehängt sind, konnten wir uns diese
    Abnutzungserscheinungen nicht erklären und beschlossen, in der nächst größeren Stadt
    mit einem Crossroadshändler, einen Werkstattbesuch vorzunehmen.  

    Zum Abschied schenkte uns die Frau vom Campingplatz eine Tüte Pecannüsse und dann
    fuhren wir auf der Highway 80 in südlicher Richtung zum Geronimo Monument (siehe
    Fotos) und von dort aus über Douglas und Bisbee und eine zeitlang an der mexikanischen
    Grenze entlang zu der Wildweststadt „Tombstone“,  wo wir uns für eine Nacht auf einem
    Campingplatz mit Swimmingpool einquartierten und letzteren auch ausgiebig nutzten.  
    Wir hatten einen Crossroadshändler in Huachuca City in der Nähe von Sierra Vista,
    Arizona ausfindig gemacht und beschlossen daher, nicht länger in Tombstone zu bleiben,
    sondern zum Campingplatz von Fort Huachuca zu übersiedeln und dann von dort aus
    unsere Tombstone-Besichtigung vorzunehmen, denn wir erwarteten, dass die
    Angelegenheit mit den Reifen schon ein paar Tage in Anspruch nehmen würde und wir
    wollten uns das ständige Hin- und Herfahren zwischen Tombstone und Sierra Vista
    ersparen.

    Es stellte sich heraus, dass wir Anspruch auf Teilschadenersatz bei dem Pickup-Reifen
    hatten, allerdings war der Reifen in Sierra Vista (und ganz Arizona) nicht vorrätig und
    ein neuer musste erst von Kalifornien bestellt werden.  Da wir wegen unserem geplanten
    Besuch bei der Crossroads Wohnmobilwerkstatt sowieso festsaßen, schien das kein
    Problem zu sein und wir bestellten den Ersatzreifen.  Unser Termin mit der Crossroads
    Werkstatt war erst am Montag (19. Juni), am Sonntag (18. Juni) waren wir bei unseren
    Freunden Bea & Phil in Tucson zum Vatertagsbrunch eingeladen (Vatertag wird in USA
    nicht am gleichen Tag wie in Deutschland gefeiert), und der 17. Juni blieb uns also, um
    Tombstone                        anzuschauen (siehe Fotos).  Wir hatten das ganze auf
    Tourismus zugeschnittene Wildwestspektakel schon einmal über uns ergehen lassen, als
    Michael noch Kind war und somit waren wir diesmal etwas wählerisch, was wir uns
    anschauen wollten.

    Am Sonntag unterbrach ich meine Diabetesdiät und langte bei Beas und Phils
    Vatertagsbrunch so richtig zu.  Es war ein tolles Fest mit vielen Gästen aus der
    Nachbarschaft und vielen leckeren Sachen.  Es war ein sehr heißer Tag, wie fast alle in
    Arizona, und am Nachmittag genossen wir den Swimmingpool im Garten.

    Am Montag in der Wohnmobilwerkstatt holte uns die Vergangenheit ein.  Wie im April
    2005 Reisebericht erwähnt, ließ damals ein Mechaniker unser Wohnmobil vom
    Wagenheber fallen, als die Bremsen eingestellt wurden.  Das schien damals nicht weiter
    schlimm, aber nun wurde festgestellt, dass beide Achsen bei dem Fall vom Wagenheber
    eine leichte Macke abbekommen hatten und sich im Laufe der Zeit mehr verbogen
    hatten, die  eine Achse in eine Richtung, die andere in die andere Richtung.  Lange Rede,
    kurzer Sinn, zwei neue Radachsen mußten her und vier neue Reifen. Kosten: etwas über
    $ 3000. Da die einzigen Zeugen des Wagenhebervorfalls alle Angestellte der
    Werkstatt waren und wir damals versäumt hatten, die Sache zwecks eventuellen
    Spätschäden schriftlich festlegen zu lassen, hätten wir nun mit Sack und Pack dorthin
    zurückfahren müssen, um dann in Maryland die Klage auf Schadenersatz zu erheben.  
    Wir haben es uns gründlich überlegt und entschieden, dass wir uns das nicht antun
    wollen.  Die Rückfahrt alleine würde bei den heutigen Spritpreisen über die Hälfte der
    $ 3000 verschlingen, abgesehen von dem ganzen Stress, der mit einer Schadenseinklage
    verbunden wäre.  Also bleiben wir auf den Kosten sitzen und versuchen, aus der Sache
    zu lernen.

    Unsere Wartezeit in Sierra Vista / Fort Huachuca verbrachten wir mit kleinen
    Ausflügen in die nähere Umgebung, u. a. zum Coronado National Monument  
    (siehe auch Fotos) und nachdem unsere bestellten Radachsen und neuen
    Wohnmobilreifen am 21. 6. eingetroffen und installiert worden waren, fuhren wir endlich
    weiter, um ein paar Tage mit unseren Freunden Bea & Phil in Tucson verbringen zu
    können.  Der bestellte Reifen für den Pickup war leider nicht eingetroffen und wir
    fuhren immer noch ohne Ersatzreifen umher, aber man versprach uns, den Reifen an eine
    Filiale in Tucson weiter zu leiten, wenn er einträfe.  (Erstaunlicherweise klappte das
    sogar!!)

    Die Tage in Tucson verbrachten wir u.a. mit den letzten Vorbereitungen für die Reise
    nach Alaska und am Abend vor unsere Abreise luden wir Bea und Phil noch ins Poca Cosa
    zum Essen ein, auch ein mexikanisches Restaurant, aber nicht im typischen Stil, wie alle
    anderen im Südwesten Amerikas, sondern mehr à la Mexico City.  Die beiden
    beschenkten uns sogar noch zum Abschied mit den nötigen Grillutensilien damit unser
    „Bierdosenhühnchen“ in Zukunft noch besser schmecken wird.

    Am 29. 6. um 10:15 Uhr war es soweit.  Bei Tachostand 42030 Meilen „hoben wir ab“!  An
    diesem ersten Reisetag schafften wir es bis Cameron, einem kleinen Indianerdorf im
    Navajo- Indianerreservat nördlich von Flagstaff, Arizona.  Der desolate Zustand in dem
    Dorf, die Armut und die öde Umgebung waren sehr deprimierend und wir waren froh, am
    nächsten Morgen weiter zu fahren.  Absichtlich sahen wir von einer Fahrt zum Grand
    Cañon ab, denn die Südkante hatten wir vor Jahren schon einmal besucht und die
    Nordkante war wegen Feuer geschlossen.  Es erwarteten uns viele neue Dinge und wir
    hatten es plötzlich eilig, weiter zu kommen.

    Erster Stopp war 174 Meilen weiter in Mount Carmel Junction im südlichen Utah, wo wir
    zwei Nächte in einem völlig unbeaufsichtigten, leicht herunter gekommenen, aber für
    unsere Zwecke dienenden Campingplatz neben einer Tankstelle / Kneipe blieben, um von
    dort aus, abgekoppelt vom Wohnmobil, den Zion Nationalpark                        (siehe auch
    Fotos) und Bryce Cañon zu besuchen.  

    Gott sei Dank war es während unseres Besuchs des Zion Nationalparks kühler und es
    regnete sogar ab und zu, denn es stellte sich heraus, dass wir die wirklich sehenswerten
    Cañons nur mit einem Bus erreichen konnten und Lobo durfte nicht mit und musste im
    Auto warten.  Der Zugang für Privatfahrzeuge ist seit ein paar Jahren untersagt und
    alle Privatfahrzeuge müssen am Besucherzentrum parken, wenn man nicht im Hotel wohnt.

    Bryce Cañon besuchten wir am 1. Juli.

    Fortsetzung folgt im Juli Reisebericht……………
,,Das Reisen ist der Mortons Lust"
Reisebericht Juni 2006