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    Bryce Canyon                       war ein Erlebnis der besonderen
    Art!  Der 1. Juli war zwar ziemlich verregnet, aber das
    beeinträchtigte das, was sich vor uns auftat, in keiner Weise
    (siehe Fotos).   Am nächsten Morgen ging unsere Fahrt
    weiter in Richtung Norden und wir schafften es bis kurz vor
    Salt Lake City, wo wir in Springville, Utah auf einem, für
    unseren Geschmack schrecklichen und nicht „Lobo-
    gerechten",  Campingplatz übernachteten.  Wir waren müde
    und hatten keine Lust, länger nach einem anderen
    Campingplatz  zu suchen.  Alles war edel und geschniegelt,
    die Regeln verboten alles, was Spaß macht und es dauerte
    keine Stunde, bis ich meinen ersten Anschnauzer bekam,
    weil Lobo leicht vom Gehweg abgekommen war und auf der
    Wiese neben mir herlief.  Er hätte ja versehentlich auf den
    Rasen pinkeln können und nicht in den schrecklichen, dafür
    vorgesehenen  Pinkelplatz: 75 Quadratmeter eingezäunte
    Kieslandschaft ohne Baum, Strauch oder einen Grashalm.  
    Nun, wir überlebten all dies, aber am nächsten Morgen
    stank es in diesem vornehmen Campingplatz ganz gewaltig,
    denn unserem Nachbarn war der Toilettentank ausgelaufen.  
    Da wir schon morgens aufbrachen und deshalb nur
    kurzfristig von dem Gestank belästigt wurden, gaben wir
    uns keine allzu große Mühe, gegen das Gefühl der
    Schadenfreude anzukämpfen.

    Nächster Stopp war ein wunderschöner, einsamer
    Campingplatz in der Wildnis des Bridger-Teton
    Nationalparks in Wyoming, der Allread Flat Campingplatz
    südlich von Smoot an der Highway 89.  Es war das letzte
    Mal, dass wir über unsere Satellitenanlage ins Internet
    kamen.  Am nächsten Tag erreichten wir die für uns
    Internet freie Zone, d. h. wir waren dann zu weit nördlich,  
    um Verbindung zu unserem Satelliten aufnehmen zu können
    und von da an waren wir auf WiFi Hotspots angewiesen.
Bryce Canyon, Utah
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,,Das Reisen ist der Mortons Lust"
Reisebericht Juli 2006
    Wir fuhren am Snake River entlang über Jackson, Wyoming und genossen auf dem Weg
    zum Grand Teton Nationalpark den Anblick gewaltiger, teilweise noch mit Schnee
    bedeckter Bergmassive (siehe Fotos).  Im Grand Teton Nationalpark           
    übernachteten wir auf dem Colter Bay Campingplatz, von wo aus wir am nächsten Morgen
    zum Yellowstone Nationalpark                       aufbrachen, der nur wenige Kilometer
    nördlich liegt.  Dort wählten wir den Lewis Lake Campingplatz als unseren Standort für
    Ausflüge in den Park.  Gleich nachdem  wir unser Camp aufgeschlagen hatten, fuhren wir
    zu den thermisch aktiven Zonen, um die Geiser und „Old Faithful“ zu erleben.  Auf dem
    Weg dorthin bemerkten wir ein Wohnmobil mit Hamburger Nummernschild auf einem
    kleinen Rastplatz am Straßenrand.  Obwohl es uns ziemlich unwahrscheinlich erschien,
    dass dies das selbe Ehepaar war, das wir im Mai am Percha Dam in New Mexiko kennen
    gelernt hatten und deren Namen wir vergessen hatten zu erfragen, kehrten wir um, um
    der Sache auf den Grund zu gehen.  Groß war das Hallo, als sich heraus stellte, dass es
    in der Tat die beiden waren und wir hielten die Wiederbegegnung in einem Foto fest
    (siehe Fotos), bevor wir uns dann gemeinsam die Geiser ansahen.  Diesmal haben wir nicht
    vergessen, zu fragen, wie sie heißen.  Es sind Felizitas und Wolfgang Nickel, die seit
    unserer Begegnung in New Mexiko bereits in Alaska gewesen waren und sich nun auf der
    Rückfahrt befanden.

    Am nächsten Tag machten wir eine Rundfahrt durch den Yellowstone Nationalpark, auf
    der wir viele wilde Tiere und herrliche Landschaft (siehe Fotos) zu sehen bekamen.  
    Lobo hatte Gelegenheit im Yellowstone See zu schwimmen und in Mammoth Hotsprings,
    neben dem alten Fort Yellowstone trafen wir eine Herde Elche mitten im Ort an, die auf
    einer Wiese vor einem Wohnblock weidete (siehe Fotos).  Am Abend, während ich mit
    Lobo Gassi ging, sah Chuck einen großen, grauen Wolf ganz in der Nähe unseres
    Wohnmobils.  Leider war Chuck zu langsam mit dem Fotoapparat.

    Am 7. Juli verließen wir Yellowstone und kamen damit wieder in die Zivilisation zurück.  
    Unser Handy war die ganze Zeit im Funkloch gewesen und wir meldeten uns bei dem
    einen oder anderen wieder zurück.   Auch hatten wir seit dem „Edel-Campingplatz“ in
    Utah ohne Strom-, Wasser- und Kanalisationsanschluß gecampt und es wurde langsam
    Zeit unsere Tanks zu leeren, bzw. den Frischwassertank zu füllen, somit mieteten wir
    uns am frühen Nachmittag in einem gut ausgerüsteten Campingplatz südlich von
    Livingston, Montana ein und starteten eine große Entleerungs-, Füll-, Putz- und
    Wäschewaschaktion.  Der Campingplatz hatte sogar WiFi und wir konnten unsere E-mails
    herunterladen und beantworten.

    Nachdem wir alles erledigt hatten, setzten wir unsere Reise fort.  Wir fuhren auf der
    Autobahn I-90 Richtung Westen, übernachteten in Garrison, Montana auf einem
    Campingplatz, der von einer Deutschen geleitet wurde, durchquerten den Bundesstaat
    Idaho (Chucks 50. Staat, mir fehlen noch 4 Staaten: Hawaaii, Louisiana, Mississippi und
    Iowa) und trafen am 9. Juli abends in Spokane im Bundesstaat Washington ein, wo wir ein
    paar Tage bleiben wollten, um uns für die Weiterreise vorzubereiten.  Lobo musste zum
    Tierarzt zur Nachuntersuchung,  der Pickup sollte neu bereift werden, das Wohnmobil
    musste gewartet werden, Medikamente mussten nachgefüllt werden, die Speisekammer
    musste aufgefüllt werden und ich brauchte ein paar neue Klamotten, da ich durch die
    Diabetesdiät ziemlich viel Gewicht verloren hatte und alles an mir herumschlotterte.  
    Danach beglückte ich die Altkleidersammlung der Heilsarme mit einem Teil meiner zu
    groß gewordenen Garderobe, um Platz für die Neuanschaffungen zu machen.

    Am 13. Juli waren wir soweit und fuhren los in Richtung Kanada mit Endziel Alaska.  Wir
    verbrachten unsere letzte Nacht in den USA in einem Stadtpark Campingplatz in Omak,
    Bundesstaat Washington und nachdem wir die  Grand Coulee Talsperre              
    bewundert hatten (siehe Fotos), erreichten wir die Landesgrenze zu Kanada und den
    Bezirk British Columbia (siehe Fotos) bei Tachostand 44509 Meilen, 3559 gefahrene
    Meilen (= 5694 km) seit wir White Sands, New Mexiko am 12. Juni verlassen hatten.

    Wir fuhren auf der Bundesstraße 97 und südlich von Kelowna, BC (British Columbia)
    zwischen Westbank und Merritt überquerten wir einen 1728 m Pass, der unserem
    Zugfahrzeug ziemlich zu schaffen machte.  Aber ganz langsam und mit viel Gefühl
    schafften wir es und danach suchten wir uns auf der Landstraße Nr. 8 zwischen Merritt
    und Spences Bridge eine Übernachtungsmöglichkeit (siehe Foto).  Es war das erste Mal,
    dass wir einfach so am Straßenrand auf einem riesigen freien Platz übernachteten, aber
    es war nicht das letzte Mal.
    In British Columbia und später im Yukon Territory und in Alaska gibt es überall
    Möglichkeiten an Rastplätzen oder dergleichen zu übernachten.  Verbotschilder sahen
    wir nur manchmal und das nur in Alaska, wenn gewerbliche Campingplätze in der Nähe
    waren.

    Am 15. Juli fuhren wir bis Quesnel, BC, wo wir auf einem Walmart Parkplatz
    übernachteten.  Der Ort war wunderhübsch bepflanzt mit unglaublich vielen Blumen.  
    Überhaupt sahen wir mehr und mehr Blumenbeete, Hängekörbe und Blumenkästen, je
    weiter wir nach Norden vorstießen.  Die langen Winter scheinen Hobbygärtner aus den
    Menschen dieser Gegend zu machen und sie nutzen die kurze Sommerzeit, um ein
    Blumenmeer um sich herum zu schaffen.  Die Nacht darauf verbrachten wir wieder am
    Straßenrand, weit ab jeglicher Zivilisation.  Wir waren wieder auf der Bundesstraße 97
    und befanden uns zwischen Pine Pass und Pine Le Moray Provincialpark.  In dieser Nacht
    wurde Lobo krank.  Er hustete die ganze Nacht, erbrach sich, wollte ständig raus zum
    Grasfressen und wir waren alle fix und fertig am nächsten Morgen.  Bevor wir weiter
    fuhren, bekamen wir Besuch von einem großen Bären, aber er schlug sich in die Büsche
    zurück, als wir Lobo reinholten.  Wir waren uns nicht ganz sicher, wie Lobo reagieren
    würde, wenn er sich plötzlich einem großen, lebendigen Wuscheltier gegenüber fand. Wir
    fuhren weiter und erreichten Dawson Creek, wo die Alaska Highway                      (auch
    Alcan Highway genannt) beginnt (siehe Fotos).  Wir übernachteten auf einem
    Campingplatz in Farmington, einem kleinen Ort zwischen Dawson Creek und Fort St.
    John.  Man stellte uns ein Kabelmodem für Internetzugang zur Verfügung und wir
    hatten Kanalisationsanschluß zum Wäschewaschen.  Lobo war immer noch nicht ganz in
    Ordnung, schien sich aber etwas besser zu fühlen.  Wir fuhren erst am frühen
    Nachmittag des nächsten Tages weiter und  statt am Straßenrand zu übernachten,
    wollten wir am Abend einen der vielen  Provinzialparks ausprobieren.  Dummerweise lag
    der Andy Bailey Park, den wir zu diesem Zweck ausgesucht hatten, 12 km von der Alaska
    Highway entfernt (was wir vorher nicht wussten) und die wenigen Seitenstraßen, die es
    gibt, sind alle nicht asphaltiert.  Am Nachmittag hatte es geregnet und die Straße zum
    Campingplatz war eine einzige Schlammrutschbahn.  Aber wir schafften es bis zum
    Campingplatz und übernachteten an einem See für 14 kanadische Dollar, die von einer
    Parkbediensteten eingesammelt wurden.  Geboten wurde uns dafür gar nichts, kein
    Strom, kein Wasser, dafür aber eine entsetzliche Mückenplage.  Wir waren heilfroh
    tags darauf von dort wegzukommen und fuhren gleich nach dem Frühstück weiter.  Gott
    sei Dank hatte es nicht mehr geregnet und die Straße zurück zum Alaska Highway war
    auf der Rückfahrt etwas trockener und nicht ganz so schlammig.  Unser Gespann war von
    oben bis unten voll Schlamm und wir hatten keine Möglichkeit es abzuspritzen.  Auf der
    Weiterfahrt sahen wir an diesem Tag Steinböcke, Bison und wilde Pferde.  Ein Gaul
    stellte sich vor uns hin und ließ uns nicht vorbei.  Zuerst habe ich gefilmt,                    
    aber nach einer Weile wurde das etwas langweilig.  Hupen, rufen, langsam weiterfahren,
    nichts konnte ihn dazu bewegen, uns vorbei zu lassen.  Nach einer viertel Stunde warfen
    wir in Verzweiflung ein Stück Brot aus dem Fenster (es ist verboten, wilde Tiere zu
    füttern, aber wir wussten uns keinen anderen Rat) und das lenkte ihn lang genug ab,
    sodass wir weiterfahren konnten.  (Das Brot hat er nicht bekommen, das hat ein anderes
    der Pferde erwischt.)  Etwa 50 km hinter Liard River haben wir am Waldrand, versteckt
    hinter einem Kiesberg übernachtet.  Wir waren nun schon so weit nördlich, dass es
    nachts nicht mehr dunkel wurde und wir wollten von der Straße aus nicht so leicht
    gesehen werden.  Lobo ging es wieder sehr schlecht.  Er hustete und leckte den Teppich,
    als ob er seine Zunge abschaben wollte.  Es wurde wieder eine schlimme Nacht, er
    musste ständig raus und fraß viel Gras.  Am nächsten Tag ging es ihm wieder besser.  
    Wir waren völlig ratlos, was los war mit ihm!

    Wir fuhren weiter und erreichten das Yukon Territory am frühen Nachmittag (siehe
    Foto).  In Watson Lake tankten wir, machten ein paar Supermarktbesorgungen und
    bewunderten einen „Schilderwald“ (siehe Fotos).  Es lagen noch viele Kilometer vor uns
    und wir dehnten unseren Besuch in Watson Lake nicht länger aus als nötig.  Als wir an
    diesem Abend (20. 7.) unser Lager in einem wunderschönen Waldparkplatz aufschlugen,
    hatten wir bereits 2535 km innerhalb Kanadas zurückgelegt, davon 1370 km auf der
    Alaska Highway.  Am nächsten Tag erreichten wir White Horse                     , wo wir einen
    Tierarzt aufsuchten.  Nachdem Lobo gründlich untersucht und wir intensiv befragt
    worden waren, lüftete sich das Rätsel um Lobos Zustand.  Es gibt da eine Grasart, die in
    diesen Breitengraden wächst, deren Samen sich am Fell festsetzt und wenn der Hund
    sich leckt, oder noch schlimmer, wie in Lobos Fall, dass er das Zeug frisst, dann setzen
    sich die Samen in den Mandeln und Schleimhäuten fest, erzeugen Husten und
    Entzündungen und dergleichen anderes mehr.  Üble Sache das Ganze!  Lobo bekam
    Antibiotika und alle möglichen anderen Medikamente verschrieben, aber er erbrach alles
    und letztendlich mußte sein Körper ohne medikamentöse Hilfe mit den Samen fertig
    werden.  Weitere Samenattacken konnten wir dann verhindern, indem wir ihn immer mit
    einem feuchten Frotteetuch abrieben, wenn er draußen war und außerdem höllisch
    aufpassten, dass er überhaupt nicht mehr in die Nähe dieser wüsten Grasart kam.  Es
    dauerte eine Weile, aber er erholte sich so nach und nach.  

    In White Horse sahen wir außerdem einen Rotelbus                       mit Passauer
    Nummernschildern, der gerade eine Gruppe deutscher Touristen am Flughafen abgeholt
    hatte.  Wir hatten noch nie so ein Ding gesehen, haben uns aber am Abend, als wir in
    Haines Junction auf dem Campingplatz eine WiFi Internetverbindung hatten,
    diesbezüglich schlau gemacht.  Tolle Idee so etwas!

    Am 22. 7. erreichten wir Alaska (siehe Fotos).  Wir stellten unsere Uhren um (minus 10
    Stunden Zeitunterschied zu Deutschland), übernachteten zwischen High Cache und
    Northway und fuhren am nächsten Morgen bis Tetlin Junction, das sich als Geisterstadt
    neueren Datums entpuppte (siehe Fotos).  Dann ging es weiter über Tok und Delta
    Junction in Richtung Fairbanks.  Kurz vor Fairbanks quartierten wir uns und unser
    Wohnmobil auf dem Eielson Airforce Base Campingplatz neben einem schönen See ein, wo
    wir gegen 17 Uhr ankamen.  Tachostand: 46714 Meilen.  Wir hatten 5764 Meilen (= 9222
    km) zurückgelegt, seit wir White Sands, New Mexiko verlassen hatten.

    Der Mechanismus unseres Küchenerkers hatte bei der Schlammtour zum Andy Bailey
    Campingplatz in Kanada zu viel Dreck abbekommen und das Gewinde war dadurch
    beschädigt worden, somit stand mal wieder eine Werkstattfahrt auf unserem
    Terminkalender.  Die restlichen Tage im Juli verbrachten wir mit Ausflügen um
    Fairbanks                      kennen zulernen.  Pioneer Park, wo viele der ursprünglichen
    Gebäude aus Fairbanks Gründerzeit  zu sehen sind (siehe Fotos), sowie die erste
    katholische Kirche (<--Link auf Englisch)von Fairbanks (siehe Fotos), die 1904 erbaut und
    1911 von Pferden gezogen auf Baumstämmen über den im Winter zugefrorenen Chena
    Fluß gerollt wurde, um neben dem damals gerade neu erbauten katholischen Krankenhaus
    ihren Platz zu finden, waren einige der interessanten Ausflugsziele.

    Auf einem Spaziergang mit Lobo entdeckte Chuck ein Flugzeug, das in einem der Seen in
    der Nähe des Campingplatzes liegt (siehe Foto).

    Lobo musste wieder zum Tierarzt zur Nachuntersuchung wegen der Sache mit seiner
    Schilddrüse.  Keine Änderung diesbezüglich, er muß nur weiter seine Tabletten
    einnehmen.  Ansonsten ging es ihm wieder gut.

    Fortsetzung folgt im August Reisebericht……………