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Bryce Canyon war ein Erlebnis der besonderen Art! Der 1. Juli war zwar ziemlich verregnet, aber das beeinträchtigte das, was sich vor uns auftat, in keiner Weise (siehe Fotos). Am nächsten Morgen ging unsere Fahrt weiter in Richtung Norden und wir schafften es bis kurz vor Salt Lake City, wo wir in Springville, Utah auf einem, für unseren Geschmack schrecklichen und nicht „Lobo- gerechten", Campingplatz übernachteten. Wir waren müde und hatten keine Lust, länger nach einem anderen Campingplatz zu suchen. Alles war edel und geschniegelt, die Regeln verboten alles, was Spaß macht und es dauerte keine Stunde, bis ich meinen ersten Anschnauzer bekam, weil Lobo leicht vom Gehweg abgekommen war und auf der Wiese neben mir herlief. Er hätte ja versehentlich auf den Rasen pinkeln können und nicht in den schrecklichen, dafür vorgesehenen Pinkelplatz: 75 Quadratmeter eingezäunte Kieslandschaft ohne Baum, Strauch oder einen Grashalm. Nun, wir überlebten all dies, aber am nächsten Morgen stank es in diesem vornehmen Campingplatz ganz gewaltig, denn unserem Nachbarn war der Toilettentank ausgelaufen. Da wir schon morgens aufbrachen und deshalb nur kurzfristig von dem Gestank belästigt wurden, gaben wir uns keine allzu große Mühe, gegen das Gefühl der Schadenfreude anzukämpfen.
Campingplatz in der Wildnis des Bridger-Teton Nationalparks in Wyoming, der Allread Flat Campingplatz südlich von Smoot an der Highway 89. Es war das letzte Mal, dass wir über unsere Satellitenanlage ins Internet kamen. Am nächsten Tag erreichten wir die für uns Internet freie Zone, d. h. wir waren dann zu weit nördlich, um Verbindung zu unserem Satelliten aufnehmen zu können und von da an waren wir auf WiFi Hotspots angewiesen. |
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| Bryce Canyon, Utah |
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| (Bitte Bilder anklicken, um sie zu vergrößern). |
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| Jedes Nachricht-Eingabefeld im Gästebuch ist auf ca. 250 Buchstaben einschließlich Leerzeichen beschränkt. Für längere Mitteilungen schickt uns bitte eine E-Mail unter: morton@rmortonc.com |
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zum Grand Teton Nationalpark den Anblick gewaltiger, teilweise noch mit Schnee bedeckter Bergmassive (siehe Fotos). Im Grand Teton Nationalpark übernachteten wir auf dem Colter Bay Campingplatz, von wo aus wir am nächsten Morgen zum Yellowstone Nationalpark aufbrachen, der nur wenige Kilometer nördlich liegt. Dort wählten wir den Lewis Lake Campingplatz als unseren Standort für Ausflüge in den Park. Gleich nachdem wir unser Camp aufgeschlagen hatten, fuhren wir zu den thermisch aktiven Zonen, um die Geiser und „Old Faithful“ zu erleben. Auf dem Weg dorthin bemerkten wir ein Wohnmobil mit Hamburger Nummernschild auf einem kleinen Rastplatz am Straßenrand. Obwohl es uns ziemlich unwahrscheinlich erschien, dass dies das selbe Ehepaar war, das wir im Mai am Percha Dam in New Mexiko kennen gelernt hatten und deren Namen wir vergessen hatten zu erfragen, kehrten wir um, um der Sache auf den Grund zu gehen. Groß war das Hallo, als sich heraus stellte, dass es in der Tat die beiden waren und wir hielten die Wiederbegegnung in einem Foto fest (siehe Fotos), bevor wir uns dann gemeinsam die Geiser ansahen. Diesmal haben wir nicht vergessen, zu fragen, wie sie heißen. Es sind Felizitas und Wolfgang Nickel, die seit unserer Begegnung in New Mexiko bereits in Alaska gewesen waren und sich nun auf der Rückfahrt befanden. Am nächsten Tag machten wir eine Rundfahrt durch den Yellowstone Nationalpark, auf der wir viele wilde Tiere und herrliche Landschaft (siehe Fotos) zu sehen bekamen. Lobo hatte Gelegenheit im Yellowstone See zu schwimmen und in Mammoth Hotsprings, neben dem alten Fort Yellowstone trafen wir eine Herde Elche mitten im Ort an, die auf einer Wiese vor einem Wohnblock weidete (siehe Fotos). Am Abend, während ich mit Lobo Gassi ging, sah Chuck einen großen, grauen Wolf ganz in der Nähe unseres Wohnmobils. Leider war Chuck zu langsam mit dem Fotoapparat. Am 7. Juli verließen wir Yellowstone und kamen damit wieder in die Zivilisation zurück. Unser Handy war die ganze Zeit im Funkloch gewesen und wir meldeten uns bei dem einen oder anderen wieder zurück. Auch hatten wir seit dem „Edel-Campingplatz“ in Utah ohne Strom-, Wasser- und Kanalisationsanschluß gecampt und es wurde langsam Zeit unsere Tanks zu leeren, bzw. den Frischwassertank zu füllen, somit mieteten wir uns am frühen Nachmittag in einem gut ausgerüsteten Campingplatz südlich von Livingston, Montana ein und starteten eine große Entleerungs-, Füll-, Putz- und Wäschewaschaktion. Der Campingplatz hatte sogar WiFi und wir konnten unsere E-mails herunterladen und beantworten. Nachdem wir alles erledigt hatten, setzten wir unsere Reise fort. Wir fuhren auf der Autobahn I-90 Richtung Westen, übernachteten in Garrison, Montana auf einem Campingplatz, der von einer Deutschen geleitet wurde, durchquerten den Bundesstaat Idaho (Chucks 50. Staat, mir fehlen noch 4 Staaten: Hawaaii, Louisiana, Mississippi und Iowa) und trafen am 9. Juli abends in Spokane im Bundesstaat Washington ein, wo wir ein paar Tage bleiben wollten, um uns für die Weiterreise vorzubereiten. Lobo musste zum Tierarzt zur Nachuntersuchung, der Pickup sollte neu bereift werden, das Wohnmobil musste gewartet werden, Medikamente mussten nachgefüllt werden, die Speisekammer musste aufgefüllt werden und ich brauchte ein paar neue Klamotten, da ich durch die Diabetesdiät ziemlich viel Gewicht verloren hatte und alles an mir herumschlotterte. Danach beglückte ich die Altkleidersammlung der Heilsarme mit einem Teil meiner zu groß gewordenen Garderobe, um Platz für die Neuanschaffungen zu machen. Am 13. Juli waren wir soweit und fuhren los in Richtung Kanada mit Endziel Alaska. Wir verbrachten unsere letzte Nacht in den USA in einem Stadtpark Campingplatz in Omak, Bundesstaat Washington und nachdem wir die Grand Coulee Talsperre bewundert hatten (siehe Fotos), erreichten wir die Landesgrenze zu Kanada und den Bezirk British Columbia (siehe Fotos) bei Tachostand 44509 Meilen, 3559 gefahrene Meilen (= 5694 km) seit wir White Sands, New Mexiko am 12. Juni verlassen hatten. Wir fuhren auf der Bundesstraße 97 und südlich von Kelowna, BC (British Columbia) zwischen Westbank und Merritt überquerten wir einen 1728 m Pass, der unserem Zugfahrzeug ziemlich zu schaffen machte. Aber ganz langsam und mit viel Gefühl schafften wir es und danach suchten wir uns auf der Landstraße Nr. 8 zwischen Merritt und Spences Bridge eine Übernachtungsmöglichkeit (siehe Foto). Es war das erste Mal, dass wir einfach so am Straßenrand auf einem riesigen freien Platz übernachteten, aber es war nicht das letzte Mal. In British Columbia und später im Yukon Territory und in Alaska gibt es überall Möglichkeiten an Rastplätzen oder dergleichen zu übernachten. Verbotschilder sahen wir nur manchmal und das nur in Alaska, wenn gewerbliche Campingplätze in der Nähe waren. Am 15. Juli fuhren wir bis Quesnel, BC, wo wir auf einem Walmart Parkplatz übernachteten. Der Ort war wunderhübsch bepflanzt mit unglaublich vielen Blumen. Überhaupt sahen wir mehr und mehr Blumenbeete, Hängekörbe und Blumenkästen, je weiter wir nach Norden vorstießen. Die langen Winter scheinen Hobbygärtner aus den Menschen dieser Gegend zu machen und sie nutzen die kurze Sommerzeit, um ein Blumenmeer um sich herum zu schaffen. Die Nacht darauf verbrachten wir wieder am Straßenrand, weit ab jeglicher Zivilisation. Wir waren wieder auf der Bundesstraße 97 und befanden uns zwischen Pine Pass und Pine Le Moray Provincialpark. In dieser Nacht wurde Lobo krank. Er hustete die ganze Nacht, erbrach sich, wollte ständig raus zum Grasfressen und wir waren alle fix und fertig am nächsten Morgen. Bevor wir weiter fuhren, bekamen wir Besuch von einem großen Bären, aber er schlug sich in die Büsche zurück, als wir Lobo reinholten. Wir waren uns nicht ganz sicher, wie Lobo reagieren würde, wenn er sich plötzlich einem großen, lebendigen Wuscheltier gegenüber fand. Wir fuhren weiter und erreichten Dawson Creek, wo die Alaska Highway (auch Alcan Highway genannt) beginnt (siehe Fotos). Wir übernachteten auf einem Campingplatz in Farmington, einem kleinen Ort zwischen Dawson Creek und Fort St. John. Man stellte uns ein Kabelmodem für Internetzugang zur Verfügung und wir hatten Kanalisationsanschluß zum Wäschewaschen. Lobo war immer noch nicht ganz in Ordnung, schien sich aber etwas besser zu fühlen. Wir fuhren erst am frühen Nachmittag des nächsten Tages weiter und statt am Straßenrand zu übernachten, wollten wir am Abend einen der vielen Provinzialparks ausprobieren. Dummerweise lag der Andy Bailey Park, den wir zu diesem Zweck ausgesucht hatten, 12 km von der Alaska Highway entfernt (was wir vorher nicht wussten) und die wenigen Seitenstraßen, die es gibt, sind alle nicht asphaltiert. Am Nachmittag hatte es geregnet und die Straße zum Campingplatz war eine einzige Schlammrutschbahn. Aber wir schafften es bis zum Campingplatz und übernachteten an einem See für 14 kanadische Dollar, die von einer Parkbediensteten eingesammelt wurden. Geboten wurde uns dafür gar nichts, kein Strom, kein Wasser, dafür aber eine entsetzliche Mückenplage. Wir waren heilfroh tags darauf von dort wegzukommen und fuhren gleich nach dem Frühstück weiter. Gott sei Dank hatte es nicht mehr geregnet und die Straße zurück zum Alaska Highway war auf der Rückfahrt etwas trockener und nicht ganz so schlammig. Unser Gespann war von oben bis unten voll Schlamm und wir hatten keine Möglichkeit es abzuspritzen. Auf der Weiterfahrt sahen wir an diesem Tag Steinböcke, Bison und wilde Pferde. Ein Gaul stellte sich vor uns hin und ließ uns nicht vorbei. Zuerst habe ich gefilmt, aber nach einer Weile wurde das etwas langweilig. Hupen, rufen, langsam weiterfahren, nichts konnte ihn dazu bewegen, uns vorbei zu lassen. Nach einer viertel Stunde warfen wir in Verzweiflung ein Stück Brot aus dem Fenster (es ist verboten, wilde Tiere zu füttern, aber wir wussten uns keinen anderen Rat) und das lenkte ihn lang genug ab, sodass wir weiterfahren konnten. (Das Brot hat er nicht bekommen, das hat ein anderes der Pferde erwischt.) Etwa 50 km hinter Liard River haben wir am Waldrand, versteckt hinter einem Kiesberg übernachtet. Wir waren nun schon so weit nördlich, dass es nachts nicht mehr dunkel wurde und wir wollten von der Straße aus nicht so leicht gesehen werden. Lobo ging es wieder sehr schlecht. Er hustete und leckte den Teppich, als ob er seine Zunge abschaben wollte. Es wurde wieder eine schlimme Nacht, er musste ständig raus und fraß viel Gras. Am nächsten Tag ging es ihm wieder besser. Wir waren völlig ratlos, was los war mit ihm! Wir fuhren weiter und erreichten das Yukon Territory am frühen Nachmittag (siehe Foto). In Watson Lake tankten wir, machten ein paar Supermarktbesorgungen und bewunderten einen „Schilderwald“ (siehe Fotos). Es lagen noch viele Kilometer vor uns und wir dehnten unseren Besuch in Watson Lake nicht länger aus als nötig. Als wir an diesem Abend (20. 7.) unser Lager in einem wunderschönen Waldparkplatz aufschlugen, hatten wir bereits 2535 km innerhalb Kanadas zurückgelegt, davon 1370 km auf der Alaska Highway. Am nächsten Tag erreichten wir White Horse , wo wir einen Tierarzt aufsuchten. Nachdem Lobo gründlich untersucht und wir intensiv befragt worden waren, lüftete sich das Rätsel um Lobos Zustand. Es gibt da eine Grasart, die in diesen Breitengraden wächst, deren Samen sich am Fell festsetzt und wenn der Hund sich leckt, oder noch schlimmer, wie in Lobos Fall, dass er das Zeug frisst, dann setzen sich die Samen in den Mandeln und Schleimhäuten fest, erzeugen Husten und Entzündungen und dergleichen anderes mehr. Üble Sache das Ganze! Lobo bekam Antibiotika und alle möglichen anderen Medikamente verschrieben, aber er erbrach alles und letztendlich mußte sein Körper ohne medikamentöse Hilfe mit den Samen fertig werden. Weitere Samenattacken konnten wir dann verhindern, indem wir ihn immer mit einem feuchten Frotteetuch abrieben, wenn er draußen war und außerdem höllisch aufpassten, dass er überhaupt nicht mehr in die Nähe dieser wüsten Grasart kam. Es dauerte eine Weile, aber er erholte sich so nach und nach. In White Horse sahen wir außerdem einen Rotelbus mit Passauer Nummernschildern, der gerade eine Gruppe deutscher Touristen am Flughafen abgeholt hatte. Wir hatten noch nie so ein Ding gesehen, haben uns aber am Abend, als wir in Haines Junction auf dem Campingplatz eine WiFi Internetverbindung hatten, diesbezüglich schlau gemacht. Tolle Idee so etwas! Am 22. 7. erreichten wir Alaska (siehe Fotos). Wir stellten unsere Uhren um (minus 10 Stunden Zeitunterschied zu Deutschland), übernachteten zwischen High Cache und Northway und fuhren am nächsten Morgen bis Tetlin Junction, das sich als Geisterstadt neueren Datums entpuppte (siehe Fotos). Dann ging es weiter über Tok und Delta Junction in Richtung Fairbanks. Kurz vor Fairbanks quartierten wir uns und unser Wohnmobil auf dem Eielson Airforce Base Campingplatz neben einem schönen See ein, wo wir gegen 17 Uhr ankamen. Tachostand: 46714 Meilen. Wir hatten 5764 Meilen (= 9222 km) zurückgelegt, seit wir White Sands, New Mexiko verlassen hatten. Der Mechanismus unseres Küchenerkers hatte bei der Schlammtour zum Andy Bailey Campingplatz in Kanada zu viel Dreck abbekommen und das Gewinde war dadurch beschädigt worden, somit stand mal wieder eine Werkstattfahrt auf unserem Terminkalender. Die restlichen Tage im Juli verbrachten wir mit Ausflügen um Fairbanks kennen zulernen. Pioneer Park, wo viele der ursprünglichen Gebäude aus Fairbanks Gründerzeit zu sehen sind (siehe Fotos), sowie die erste katholische Kirche (<--Link auf Englisch)von Fairbanks (siehe Fotos), die 1904 erbaut und 1911 von Pferden gezogen auf Baumstämmen über den im Winter zugefrorenen Chena Fluß gerollt wurde, um neben dem damals gerade neu erbauten katholischen Krankenhaus ihren Platz zu finden, waren einige der interessanten Ausflugsziele. Auf einem Spaziergang mit Lobo entdeckte Chuck ein Flugzeug, das in einem der Seen in der Nähe des Campingplatzes liegt (siehe Foto). Lobo musste wieder zum Tierarzt zur Nachuntersuchung wegen der Sache mit seiner Schilddrüse. Keine Änderung diesbezüglich, er muß nur weiter seine Tabletten einnehmen. Ansonsten ging es ihm wieder gut. Fortsetzung folgt im August Reisebericht…………… |