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ersten paar Tage versuchte ich hauptsächlich, mich von meinem Sturz zu erholen. Der Schmerz in den Rippen ließ mich nachts nicht schlafen und auch tagsüber war ich in meinen Aktivitäten ziemlich eingeschränkt. Trotzdem fuhren wir am 4. Januar nach El Paso, denn wir hatten dort ein tolles Geschäft entdeckt, welches wunderschöne handgewebte Indianerteppiche, mexikanische Teppiche und Teppiche im Santa Fe Stil anbot und wir wollten uns ein paar Wandteppiche besorgen, um zwei Regale dahinter zu verstecken. Wir kamen dann zwar mit mehr als zwei Teppichen nach hause, aber wir fanden sehr schnell Verwendung für die anderen.
Tierarzt, da Lobo seit einiger Zeit sehr faul ist und nur noch schlafen, fressen und herumliegen will. Spaziergänge können ihn kaum noch begeistern und wir begannen uns ernsthaft Sorgen um ihn zu machen. Es stellte sich dann auch heraus, dass mit seiner Schilddrüse etwas nicht in Ordnung ist und dafür bekommt er nun Tabletten zum einnehmen. Er hatte auch ziemlich an Gewicht zugelegt und nun muß er eine strenge Diät einhalten. Außerdem bekommt er Glucosamin mit Chondroitin und Mangan gegen Gelenkschmerzen. Wollen wir hoffen, dass wir bald unseren alten Lobo wieder haben, oder wenigstens einen nicht ganz so faulen, denn wir dürfen nicht vergessen, am |
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auch nur bis zu seinem 12. Geburtstag geschafft. Hoffentlich macht ihm Lobo das nicht nach! Nach dem Tierarzttermin machte ihm eine Fahrradtour im White Sands National Monument (siehe Fotos) schon etwas Spaß, aber gegen Ende des Ausflugs fing er an zu hinken und Chuck musste das Auto holen und wir mussten Lobo hinein heben, weil er nicht hochspringen konnte. Am Tag darauf konnte er den ganzen Tag faulenzen und sich von den Strapazen erholen, denn wir trafen uns mit unserem Freund, Dick Farmer, zu einem Picknick im Aguirre Springs Park, am Fuße der Organ Mountains (siehe Fotos). Es war ein wunderschöner Tag. Es war zwar kühl, aber am Lagerfeuer konnte man es gut aushalten. Lobo lag den ganzen Tag im Schatten unter einem Baum und schien sehr froh, seine Ruhe zu haben. Wir blieben bis weit nach Sonnenuntergang und als wir endlich aufbrachen, war finstere Nacht. Ein Prospekt, den wir vom Aguirre Springs Park mit nach hause genommen hatten, erweckte unsere Neugierde auf die indianischen Felsmalereien von Three Rivers (bitten anklicken). Da diese Petroglyphen (siehe Fotos) nicht mal eine Autostunde von unserem Campingplatz entfernt sind, machten wir uns tags darauf auf den Weg nach Three Rivers. Es war sehr interessant, aber wir waren doch einigermaßen empört, dass irgendwelche Idioten der Gegenwart oder jüngeren Vergangenheit auf manchen Felsbrocken Jahreszahlen und anderen Blödsinn zwischen die 600 -1100 Jahre alten Petroglyphen der Jornada Mogollon People gekritzelt hatten. Es war schon fast dunkel als wir die Ausgrabungen des nahe gelegenen Indianerdorfes besichtigten. Einen Waldspaziergang in den Bergen hinter Ruidoso schafften wir noch, bevor ich dann erst mal ein paar Tage mit einer Bronchitis im Bett lag. Am 19. Januar hatten Chuck und ich unseren „großen“ Arzttermin mit Auswertung der vorausgegangenen Laboruntersuchungen. In meinem Fall bestätigte sich die Befürchtung auf Diabetes mellitus und um die ganze Misere noch abzurunden, teilte mir die Ärztin ein paar Tage später am Telefon dann auch noch mit, dass der Befund meiner Urinuntersuchung auf eine Diabetes bedingte Schädigung meiner Nieren schließen lässt. Nun wird mir auch so langsam klar, warum ich gesundheitlich in letzter Zeit so anfällig geworden bin. Was mir die neu verordneten Medikamente in Hinblick auf Nebenwirkungen antun, darüber will ich gar nicht erst reden. Ich kann nur hoffen, dass sich mein Körper bald daran gewöhnt und aufhört mir das Dasein restlos zu vermiesen! Bei Chuck wurden im Anschluss an den Arzttermin noch einige Röntgenaufnahmen gemacht, weil er immer noch Probleme mit seiner Schulter hat und da entdeckte man, ganz nebenbei, bei einer Frontalaufnahme einen großen, weißen Schatten auf der linken Seite des Brustbereichs. Das war vor etlichen Jahren schon einmal ein Grund zur Besorgnis und nun beginnt das ganze wieder von neuem. Da kann einem wirklich die Freude am Spaß vergehen! Aber, man will sich ja nicht unterkriegen lassen und außerdem hatten wir für den 21. Januar einen Gast geladen! Unser Freund Dick aus Las Cruces kam zu uns, um bei Kaffee und Kuchen, sowie einem sehr deutschen Essen (Schweinebraten, Kraut & Knödel) seinen 73. Geburtstag zu feiern. Es wurde ein gelungener Tag und er zog auch gleich sein Geburtstagsgeschenk von uns an (siehe Pulli auf Geburtstagsfoto). Ein Ausflug stand für Januar noch auf dem Kalender und dieser sollte, gemeinsam mit Dick, nach Mexiko gehen. Wir haben Dick am 24. Januar in Las Cruces abgeholt und sind bis zur Grenze gefahren, wo wir unseren Pick-up auf der amerikanischen Seite geparkt haben, da wir keine Autoversicherung für Mexiko haben und diese sehr teuer ist, wenn man sie nur für einen Tag kauft. Längere Zeitabschnitte werden dann in der Relation billiger, aber momentan lohnt sich das nicht für uns, weil wir nicht jeden Tag nach Mexiko fahren oder länger dort bleiben. Wenn man in den Anrainerstaaten New Mexiko, Arizona, Kalifornien oder Texas wohnt, da ist die Autoversicherung im Grenzbereich von Mexiko (= ça 50 km ins Inland) immer mit gültig, aber da wir unsere Autoversicherung in Florida abgeschlossen haben, weil wir Florida Nummernschilder haben, da trifft das leider nicht zu. Das war aber nicht weiter schlimm. Wir sind zu Fuß über die Grenze und haben uns drüben ein wenig in dem Grenzort auf der mexikanischen Seite umgeschaut. Wir hatten dort von einer Zahnklinik gehört, wo viele Amerikaner ihre Zähne machen lassen, weil es dort viel günstiger ist. Die Klinik hat einen sehr guten Ruf und wir werden das wahrscheinlich auch machen. Wir werden dann unser Wohnmobil dorthin fahren und uns auf der amerikanischen Seite in Columbus auf dem Campingplatz des Pancho Villa State Park einquartieren und dort bleiben, bis die Zahnbehandlung beendet ist. Es ist zu weit, um von hier aus andauernd zu Zahnarztterminen zu fahren. Aber erst müssen wir mit unseren ganzen Arztterminen hier fertig sein. Im Moment scheint sich alles um die Instandhaltung des Körpers zu drehen. Nicht so ganz wie wir uns unseren Aufenthalt hier vorgestellt hatten!! -- Wir haben in Palomas authentisch mexikanisch gegessen (siehe Fotos), haben einen Einkaufsbummel gemacht und dann sind wir zurück über die Grenze und sind soweit wie möglich auf Nebenstraßen zurück nach Las Cruces gefahren, wo wir Dick wieder daheim abgeliefert haben. Noch ein paar Arztbesuche und bevor wir uns versehen hatten, war dann der Januar auch schon zu ende. |
