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    Der Dezember begann mit einer Riesenfete im Hause unserer
    Freunde Phil und Bea Shapiro in Tucson.  Jedes Jahr im
    Dezember richten sie für ihre Nachbarn, Freunde, Kollegen,
    Verwandten und Bekannten ein Fest aus, das Chanukkafeier,
    Weihnachtsfeier und Nachbarschaftsfest alles in einem ist
    und wir hatten das Glück, diesmal mit dabei sein zu können
    (siehe Fotos).  Phil, der auch Diabetiker ist, und ich setzten
    für diesen Abend unsere Diät aus und langten so richtig zu.  
    Leider ist mir das nicht so ganz gut bekommen.  Chuck und ich
    verließen das Schlemmerfest so gegen 22 Uhr, während alle
    anderen Gäste fröhlich weiter feierten und sich die Tische
    immer noch bogen mit kulinarischen Köstlichkeiten.  Am
    nächsten Tag war 1. Advent und wir waren zum Resteessen
    eingeladen.  Ich hielt mich bei den Kohlehydraten etwas zurück
    und siehe da, es bekam mir viel besser.

    Am Montag besuchten wir den Saguaro Nationalpark außerhalb
    von Tucson (siehe Fotos).

    Mittwoch (6. 12. 06) verließen wir Tucson, Arizona
    (Tachostand 57241 Meilen) und fuhren nach Huachuca City, wo
    wir einen Termin in der Werkstatt hatten, wo man im Juni
    neue Radachsen am Wohnmobil installiert hatte.  Das Profil auf
    einem der neuen Reifen war innen vollkommen abgefahren und
    wir wollten korrigiert haben, was da nicht stimmte.  Die
    Werkstatt war so mit Aufträgen überfordert, das wir erst
    mal (trotz Termin) gar nicht dran kamen, dann, als es mit
    einem Tag Verzögerung endlich losging, gab es zwischendurch
    endlose Wartepausen.  Lange Rede kurzer Sinn, wir saßen
    dort über eine Woche fest, aber da man uns kostenlos
    Stromanschluss, Wasser- und Kanalisationsanschluss zur
    Verfügung stellte, klagten wir nicht weiter und verlebten die

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,,Das Reisen ist der Mortons Lust"
Reisebericht  Dezember 2006

    Tage mit Weihnachtsvorbereitungen, Päckchen packen, einem Ausflug nach Nogales,
    Mexiko (siehe Fotos), zum Essen ausgehen und joggen.  (Ja, Ihr habt richtig gelesen,
    Renée geht seit neuestem joggen !  Was tut man nicht alles für seine Gesundheit?)

    Als die Werkstatt endlich fertig war, waren wir, und auch der Mechaniker selbst, mit
    dem Ergebnis gar nicht so recht zufrieden.  Es wurde ein Schweißer bestellt, der sich die
    Sache am Tag darauf ansah und alle stimmten überein, dass die Radachsen Halterung
    verstärkt werden müsse.  Wir verlegten unseren Standort zur Werkstatt des
    Schweißers in Sierra Vista und verbrachten dort eine Nacht.  Früh am nächsten Morgen
    ging es los mit der Arbeit, während Chuck und ich uns die Zeit damit vertrieben, mit Lobo
    einen schönen Spaziergang in den Huachuca Bergen zu machen und anschließend das
    Museum von Fort Huachuca zu besichtigen (siehe Fotos).  Der Schweißer hatte uns zwar
    versichert, dass er schon oft Verstärkungen an den Radachsenhalterungen von
    Wohnmobilen vorgenommen habe, aber als wir zurück zur Werkstatt kamen, waren wir
    nach all dem Schlamassel der vergangenen Tage nicht darauf vorbereitet, wirklich tolle
    Qualitätsarbeit vorzufinden.  Chuck war so begeistert, als er sich die Arbeit des
    Schweißers anschaute, dass er sich kaum von dem Anblick losreißen konnte.  Es sah
    wirklich sehr beeindruckend aus und wir sind überzeugt, dass unsere Probleme in diesem
    Bereich ein für alle mal behoben sind.  Gehobener Stimmung verließen wir am
    Freitagnachmittag d. 15. 12. 06 Sierra Vista und fuhren in Richtung New Mexiko, wo wir
    bis Sonntag im  Pancho Villa Park von Columbus bleiben wollten, damit Chuck seine
    Jacketkronen beim Zahnarzt in Palomas abholen konnte, sowie um uns mit Dick zu treffen.  
    Kurz vor Lordsburg, New Mexiko mussten wir tanken.  Wenige Kilometer später fing der
    Truck an zu bocken.  Wir hielten am Straßenrand an und riefen über unseren bordeigenen
    Funkdienst nach einem Abschleppdienst.  Während Chuck mit dem Funkdienst verhandelte,
    entdeckte ich auf der Landkarte einen Rastplatz, der nicht sehr weit entfernt war.  Wir
    wollten versuchen, es bis dorthin zu schaffen.  Das klappte dann auch und nachdem wir
    eine Weile auf den Rückruf des Abschleppdienstes gewartet hatten, probierte Chuck den
    Wagen zu starten und er ging wieder.  Als der Abschleppdienst endlich anrief, waren wir
    schon wieder unterwegs.  Wir hofften, wir würden ihn nicht mehr brauchen und erklärten
    ihm, dass wir wohl nur schlechtes Diesel getankt hatten und einen neuen Filter brauchten.  
    Wir wollten versuchen es bis Deming selbst zu  schaffen.  Wenn nicht, würden wir ihn
    zurückrufen.  Wir kamen bis Deming, kauften dort einen neuen Filter, aber da es schon
    fast dunkel war und der Truck recht gut lief, fuhren wir mit dem alten Filter weiter bis
    Columbus zum Pancho Villa Park, wo wir bei völliger Dunkelheit unser Lager aufbauten.  
    Chuck ging am nächsten Morgen über die Grenze zu unserer Zahnklinik und bekam seine
    neuen Jacketkronen. Dick kam mittags und die beiden Männer brutzelten eins unserer
    berühmten Bierdosenhühnchen über dem Lagerfeuer (siehe Foto).  Den Filter konnte
    Chuck nicht wechseln, weil sich herausstellte, dass er ein Spezialwerkzeug brauchte, um
    den alten Filter abzumachen.  Wir verließen Pancho Villa Park am Sonntagmittag, Dick fuhr
    hinter uns her, für den Fall, dass wir seine Hilfe brauchten wegen des Filters und auch,
    um unsere Radachse zu beobachten.  Er bestätigte, dass diese nun nicht mehr „wanderte“
    (eine Beobachtung, auf die er uns schon in Kanada aufmerksam gemacht hatte, als er dort
    hinter uns herfuhr und was wohl auch der Grund für den abgefahrenen Reifen war!).  Das
    hatten wir auch erwartet, nach der tollen Schweißerarbeit, die der Mann in Sierra Vista
    geleistet hatte!  Wir kamen heil bis Deming, Chuck besorgte sich das Werkzeug, womit er
    den Filter abmontieren konnte, aber wir fuhren weiter, denn alles lief ganz ordentlich.  
    Kurz vor Las Cruces lud uns Dick zum Mittagessen in einer Raststätte ein, dann
    verabschiedeten wir uns alle voneinander, Dick fuhr nachhause und wir fuhren nach
    Alamogordo, wo wir am Montagmorgen einen Arzttermin hatten.  Am St. Augustine Pass,
    zwischen Las Cruces und Alamogordo fing der Truck wieder an zu spucken, aber langsam
    und mit viel Gemüt schafften wir es den Berg hoch und dann lief alles wieder ganz gut.  
    Wir übernachteten auf dem Holloman Campingplatz, wo wir voriges Jahr überwintert
    hatten und nachdem wir mit unseren Arztterminen und ich mit meinen
    Laboruntersuchungen fertig waren, fuhren wir am Montagnachmittag gleich weiter, denn
    wir mussten es vor Weihnachten noch bis San Antonio, Texas schaffen, wo wir uns mit
    Michael treffen wollten.  Zwischen Alamogordo, New Mexiko und El Paso, Texas hatten
    wir dann endlich Gelegenheit den Filter zu wechseln und danach gab es auch diesbezüglich
    keine Probleme mehr.  Wir übernachteten in dieser Nacht auf einem Parkplatz neben einer
    Tankstelle in Fort Hancock, Texas an der Autobahn I-10, östlich von El Paso.  Am nächsten
    Morgen war das Wetter ziemlich schlecht und hinter Van Horn, Texas hatten wir dichten
    Nebel und die Temperaturen fielen auf 2°C.  Am Abend, kurz hinter Sonora, Texas
    fanden wir einen Autobahnrastplatz zum übernachten.  Von dort aus starteten wir am
    nächsten Morgen (Mittwoch 20. 12. 06) bei 12°C, um die restliche Strecke bis San Antonio
    in Angriff zu nehmen.  Wir erreichten San Antonio um 17 Uhr (Tachostand 58696 Meilen).  
    Der Campingplatz auf dem Lackland Airforce Base war voll und wir übernachteten in der
    „Warteschleife“, bekamen aber am Morgen einen soeben frei gewordenen Stellplatz
    zugewiesen.  Schnell noch ein paar Weihnachsteinkäufe erledigt, Gans gekauft,
    Vorbereitungen für Michaels Ankunft gemacht und am Samstag 23. 12. 06 um 17:05 Uhr
    Michael vom Flughafen abgeholt.  Bei strömendem Regen!  Michael brachte uns Berge von
    Post, u. a. viele Weihnachtskarten, über welche wir uns sehr gefreut haben!  Hl. Abend
    war verregnet, aber wir verbrachten einen stimmungsvollen Abend miteinander (siehe
    Fotos) und am Weihnachtstag schien dann endlich die Sonne wieder.  Ich verbrachte einen
    Großteil des Tages damit, zu versuchen, in meiner kleinen Küche ein deutsches
    Weihnachtsessen mit Gans, Knödeln etc. fertig zustellen und als mir das auch gelang, war
    ich doch recht stolz.  

    Am 26. Dezember fuhren wir bei herrlichem Wetter nach New Braunfels, einer von
    Deutschen gegründeten, texanischen Stadt (siehe Fotos) und dort aßen wir im
    „Friesenhaus“ (<- - bitte anklicken) Weißwürste und Bretzeln.  Anschließend besuchten wir
    das Alamo in San Antonio (siehe Fotos).

    Mittwoch war der Tag der spanischen Missionen.  Diese Missionen wurden Anfang des 18.
    Jahrhunderts von Franziskanern am San Antonio Fluss entlang gegründet (siehe Fotos)
    und sind jetzt im San Antonio Missions National Historical Park zu besichtigen. Am Abend
    machten wir eine Boottour auf dem San Antonio Fluss entlang des River Walk (siehe
    Fotos) und als wir anschließend unser mexikanisches Abendessen in einem der vielen tollen
    Restaurants gegessen hatten und auf dem Weg zurück zum Auto waren, bemerkte
    Michael plötzlich, dass er seine Kamera im Lokal liegen gelassen hatte.  Der Schreck war
    groß!  Michael hatte alle Fotos an diesem Tag aufgenommen und unser Fotoapparat hatte
    mehr oder weniger einen Ruhetag gehabt.  Es befanden sich Horden von Menschen überall
    und er hatte wirklich Glück, dass die Bedienung die Kamera entdeckt und  aufbewahrt
    hatte, bevor ein weniger ehrlicher Mensch das gute Stück einstecken konnte.
    Donnerstag machten wir einen Ausflug zu den Natural Bridge Caverns in der Nähe von
    New Braunfels, den größten Tropfsteinhöhlen von Texas (siehe Fotos).  Auf dem Rückweg
    zum Campingplatz besuchten wir „Caralis Grill“, wieder ein mexikanisches Restaurant.  
    Michael wollte die Gelegenheit nicht ungenutzt vorüber gehen lassen, gut mexikanisch zu
    essen, während er in Texas war. „Caralis Grill“ hatte sehr außergewöhnliche Sachen auf
    der Speisekarte und obwohl die meisten mexikanischen Gerichte immer sehr
    kohlehydrathaltig sind, bot diese Speisekarte auch ein paar Sachen, die auch ich ohne
    Bedenken essen konnte.
    Freitag verbrachten wir hauptsächlich auf dem Campingplatz und spielten Scrabble und
    Yahtzee.
    Samstag hieß es Abschiednehmen; wir brachten Michael wieder zum Flughafen und er flog
    zurück nach Fort Wayne.  Vom Flughafen aus besuchten wir Eva Fort, eine langjährige
    Bekannte, die in San Antonio wohnt.  Evas Schwester, Usch, wohnt in Dresden und war die
    beste Freundin meiner Mutter.  Eva lud uns zu RUDY’S BBQ, einem rustikalen Restaurant,
    in dem auf dem offenen Feuer gegrillt wird, zum Abendessen ein (siehe Fotos) und wir
    ließen es uns noch einmal richtig gut schmecken, bevor wir zu einer gemäßigteren
    Essensweise zurückkehrten.

    Sylvester verbrachten wir daheim auf dem Campingplatz und schafften etwas Ordnung in
    der guten Stube.  Der Sylvesterabend verlief für uns alkoholfrei und als wir um
    Mitternacht hinausgingen, um Lobo noch eine kleine Runde zu gewähren, erwartete uns ein
    tolles Feuerwerk, d. h. es waren viele Feuerwerke um uns herum, die wir von unserem, auf
    einer kleinen Anhebung gelegenen, Campingplatz aus sehen konnten.  Soweit der Blick
    reichte, entbrannten Feuerwerke am Horizont und über uns breitete sich ein wolkenloser,
    schwarzer Himmel mit Millionen Sternen aus.  Es war ein toller Ausgang des Jahres 2006
    und wir schienen die einzigen zu sein, die das alles aus so einem günstigen Blickwinkel zu
    sehen bekamen.  Alles blieb ruhig in den anderen Wohnmobilen und kein Mensch war zu
    sehen weit und breit.  Diese Schlafmützen versäumten eine tolle Show!

    Und damit waren wir dann im Jahr 2007.





    Fortsetzung folgt im Januar 2007  Reisebericht……………
Weihnachtsbaum auf
dem Platz vor dem
Alamo in
San Antonio