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    Das Wetter in Fairbanks (<-- bitte anklicken) hielt sich und
    wir verbrachten die erste August Woche mit Ausflügen zu
    Sehenswürdigkeiten in der näheren und weiteren Umgebung:
    u. a. die Trans-Alaska Ölpipeline, eine stillgelegte Goldgrube
    (das „Old F. E. Gold Camp“) in Chatanika  (siehe Fotos) sowie
    einem Ausflug ins Museum des Nordens der University of
    Alaska (<-- bitte anklicken).






    Am 8. August holten wir Mary (Chucks älteste Schwester)
    vom Flughafen ab und mit ihr verbrachten wir die restlichen
    Tage in Fairbanks, besuchten „Nikolaus und seine Frau am
    Nordpol“  und wir feierten gemeinsam Chucks Geburtstag
    am 10. August auf dem Raddampfer „Discovery", mit dem
    wir den Chena Fluß hinunter bis in den Tanana Fluß und
    wieder zurück tuckerten (siehe Fotos), vorbei an
    Athabascan Indianerdörfern, wo wir auch anhielten und das
    Boot verlassen konnten, historischen Landeplätzen und
    Gebäuden, Rentieren und Susan Butcher’s Training Camp für
    ihre Schlittenhunde (<-- bitte anklicken). Unterwegs teilte
    man uns mit, dass Susan Butcher ein paar Tage vor unserem
    „Besuch“ an Leukämie gestorben war.

Eine Elchkuh mit ihren Jungen
(Bitte Bilder anklicken,
um sie  zu vergrößern)
.
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,,Das Reisen ist der Mortons Lust"
Reisebericht August 2006


    (Zu weiteren Informationen über diese Dampferfahrt lehnen wir uns an die
    Beschreibung anderer Alaskareisenden auf Seite 3 und 4 unter http://www.
    schwarzaufweiss.de/usa/fairbanks3.htm )

    Chucks Geburtstagfeierlichkeiten endeten am Abend im „Alaskan Salmon Bake“
    Restaurant (<-- bitte anklicken), wo wir es uns bei Lachs und anderen auf dem offenen
    Feuer im Freien gegrillten Spezialitäten gut gehen ließen.

    Am 12. August regnete es, als wir um 10:45 Uhr aufbrachen, um auf der Highway # 3 in
    südlicher Richtung und Richtung Anchorage zum Denali Nationalpark (<-- bitte anklicken)
    zu fahren.  Wir blieben 2 Nächte auf einem Campingplatz an der Zufahrtstraße zum
    Park.  Am Tag nach unserer Ankunft regnete es noch immer, als wir einen Parkbus
    bestiegen und 8 Stunden durch den Park kutschiert wurden (siehe Fotos).  Es regnete
    zwar nicht ständig, aber die Wolken hingen so tief, dass uns ein Blick auf Mount McKinley
    (6194 m, höchster Berg Nordamerikas) verwehrt blieb. Auch die Ankündigung des
    Parkrangers, dass wir viele ungewöhnliche Tiere zu sehen bekämen, erwies sich als
    falsch.  Die hatten sich bei dem miesen Wetter mehr oder weniger alle in ihre Höhlen
    zurückgezogen.  Was wir allerdings an Landschaft sehen konnten, war ziemlich
    spektakulär! (Siehe Fotos [leider enttäuscht die Digitalkamera manchmal und der
    Eindruck, den man vor Ort gewinnt, kommt nicht so recht zur Geltung])

    Bei strömenden Regen ging es dann am 14. August weiter bis Anchorage, wo wir kurz vor
    Ankunft auf unserem Campingplatz (in Sichtweite!) noch einen geplatzten
    Wohnmobilreifen am Rande einer Schnellstraße auswechseln mussten.   Wir hatten es
    gar nicht bemerkt, aber eine wild gestikulierende Autofahrerin überholte uns und
    deutete an, dass irgendetwas nicht stimmte.  Wir hielten an und die total aufgelöste
    Frau kam auf uns zu gerannt, um uns mitzuteilen, was los war.  Sie war direkt hinter uns
    gewesen, als der Reifen platzte und die Fetzen flogen und konnte es kaum glauben, dass
    wir es nicht bemerkt hatten.  Die Straßen in Alaska sind wegen des Permafrostbodens
    sehr, sehr schlecht und die Wetterverhältnisse erlauben Reparaturen nur für ein paar
    Monate während der kurzen Sommer.  [In Alaska sagt man, dass es, wie anderswo auch,  
    4 Jahreszeiten gibt.  Sie heißen nur anders: (1) Fast Winter,  (2)Winter,  (3) wie Winter
    und (4)Straßenbau.]
    Am nächsten Morgen brachten wir Mary zum Flughafen und dann waren wir wieder
    allein.  Es regnete noch immer, die Wolken hingen so tief, dass man die Berge um
    Anchorage nicht sehen konnte und es war kalt.  Es regnete so stark, dass die Straße
    zwischen Fairbanks und Anchorage zwei Tage nachdem wir sie passiert hatten, wegen
    Brückenschäden gesperrt wurde.  Wir blieben eine Woche in Anchorage und hatten nur
    einen Tag ohne Regen.  Das war der Tag, an dem wir endlich Mount McKinley zu sehen
    bekamen, wenn auch nur aus der Ferne.  Die Berge um die Bucht von Anchorage zeigten
    sich an diesem Tag ebenfalls.  An den regnerischen Tagen versuchten wir uns im und ums
    Wohnmobil herum etwas nützlich zu machen und am Wochenende besuchten wir ein Fest
    der griechisch orthodoxen Kirche, wo wir griechisch zu Mittag aßen, bevor wir zur
    Gedenkstätte des Erdbebens von 1964 fuhren (siehe Fotos). Wir waren einmal ganz toll
    in der Altstadt zum Meeresfrüchte Essen im Phyllis's Cafe (<-- bitte anklicken), damit
    wir wenigstens eine wirklich angenehme Erinnerung an Anchorage mitnehmen konnten.

    Am 22. August um 11:30 Uhr verließen wir Anchorage im Regen (Tachostand 48393
    Meilen).  Wir fuhren auf Highway # 1, (=Glenn Highway) in nordöstlicher Richtung über
    Glennallen bis Tok (siehe Fotos), wo die Glenn Highway in die Alaska Highway (=Alcan
    Highway) einmündet.  Hier endete unsere Rundreise durch Alaska und wir fuhren nun auf
    der gleichen Strecke in östlicher Richtung zurück nach Kanada, auf der wir einen Monat
    vorher gekommen waren.  Als wir die kanadische Grenze überschritten, hatten wir 2358
    Meilen (= 3770 km) in Alaska zurück gelegt.  Die Straßen waren zum Teil so schlecht,
    dass die Beine an unserem Computertisch im Wohnmobil abbrachen.  Überhaupt hatten
    wir einige Schäden zu verzeichnen, die direkt auf den Straßenzustand zurückzuführen
    waren (Reifen geplatzt, Tastatur kaputt, Maus kaputt, DVD-Spieler kaputt, etc.)
    Wir übernachteten dreimal unterwegs zwischen Anchorage und Whitehorse im Yukon. In
    ganz besonders angenehmer Erinnerung wird uns die Übernachtung am Kloo See
    innerhalb Kluane Nationalpark bleiben (siehe Fotos). Beim Abendessen und Frühstück
    konnten wir den Biebern zuschauen, wie sie sich im Wasser tummelten.  Wasservögel gab
    es zu sehen und die Landschaft war so friedlich, kein Mensch weit und breit.  Am
    liebsten wären wir für immer dort geblieben.
    Unser nächster Stopp war Whitehorse, wo wir uns für ein paar Nächte auf einem
    Campingplatz mit Strom-, Wasser-, Kanalisationsanschlüssen und WiFi einmieteten, um
    Wäsche zu waschen und E-mails herunter zu laden und zu beantworten. Eine E-mail von
    Michael brachte mich ganz schön ins Schwitzen.  Ich hatte in Fort Wayne eine
    Benachrichtigung per Post erhalten, dass ich mich am 11. September in Pensacola, Florida
    bei Gericht als Geschworene zu melden hätte. (Dort sind unsere Fahrzeuge gemeldet
    und wir haben ein Postfach bei einer Gesellschaft, die unsere Post weiterleitet und die
    es Wohnmobilreisenden ermöglicht, Floridianer zu sein.  Florida hat keine
    Einkommenssteuer, deshalb haben wir uns dort angemeldet.) Michael hatte die
    Vorladung eingescannt und als Anhang an die Mail gehängt.  Da Wochenende war, konnte
    ich nichts unternehmen und musste bis Montag warten, bevor ich dort anrufen konnte.  
    Wir verbrachten Freitag und Samstag damit die Sehenswürdigkeiten der Umgebung
    auszukundschaften (siehe Fotos) und am Sonntag d. 27. August fuhren wir am
    Spätvormittag bei strahlendem Sonnenschein los.  Das Wetter hielt nicht lange und bald
    fing es wieder an zu regnen.  Am Abend fanden wir ein schönes Plätzchen in der Nähe
    eines Flusses zum Übernachten und am nächsten Morgen machten wir uns bei recht
    gutem Wetter auf, ein Telefon zu suchen, denn unsere Handys funktionierten beide nicht
    im kanadischen Hinterland.  In Coal River, einem drei-Häuser-Nest mit einem kleinen
    Laden wurden wir fündig. Ich kaufte für 5 kanadische Dollar eine Telefonkarte und
    versuchte nun das Gericht in Florida zu erreichen.  Erstaunlicherweise lief die Sache wie
    geschmiert.  Ich erklärte, wo ich war und mein Name wurde ohne weiteres von der
    Geschworenenlist gestrichen.  Danach war mir wohler und ich konnte mich so richtig auf
    den Abend freuen, denn wir hatten vor, in Liard Hotsprings einen Zwischenstopp
    einzulegen und in den Thermen zu entspannen (siehe Fotos).   Die heißen Quellen waren
    ein Genuß und wir gönnten uns den Spaß am Dienstagmorgen, bevor wir unsere Fahrt
    fortsetzten, noch einmal.  Dann ging es weiter bis Fort Nelson, wo wir hinter dem
    Stadtpark übernachteten, um am nächsten Morgen, wenn die Banken öffneten, Geld zu
    wechseln.  Fort John war unser nächster Übernachtungsort und dort musste mal wieder
    ein WalMart-Parkplatz herhalten, denn wir konnten ansonsten nichts Geeignetes finden.  
    Der 31. August brachte uns nach Alberta   (<-- bitte anklicken), wo wir noch einmal einen
    WalMartbesuch eingeplant hatten, denn wir mussten unseren Kühlschrank und die
    Speisekammer für unsere bevorstehenden Abenteuer in den kanadischen Rocky
    Mountains auffüllen.  Für den 6. September war nämlich ein Treffen in Jasper mit
    unserem Freund Dick aus Las Cruces geplant, mit dem wir dann die Nationalparks der
    nördlichen Rockies erkunden wollten.  Die Vorbereitungen begannen in der letzten
    größeren Stadt, Grand Prairie, bevor wir dann die Zivilisation wieder verließen, um auf
    den Höhen der kanadischen Rocky Mountains im Hinterland zu verschwinden.

    Fortsetzung folgt im September Reisebericht…………