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Das Wetter in Fairbanks (<-- bitte anklicken) hielt sich und wir verbrachten die erste August Woche mit Ausflügen zu Sehenswürdigkeiten in der näheren und weiteren Umgebung: u. a. die Trans-Alaska Ölpipeline, eine stillgelegte Goldgrube (das „Old F. E. Gold Camp“) in Chatanika (siehe Fotos) sowie einem Ausflug ins Museum des Nordens der University of Alaska (<-- bitte anklicken). Am 8. August holten wir Mary (Chucks älteste Schwester) vom Flughafen ab und mit ihr verbrachten wir die restlichen Tage in Fairbanks, besuchten „Nikolaus und seine Frau am Nordpol“ und wir feierten gemeinsam Chucks Geburtstag am 10. August auf dem Raddampfer „Discovery", mit dem wir den Chena Fluß hinunter bis in den Tanana Fluß und wieder zurück tuckerten (siehe Fotos), vorbei an Athabascan Indianerdörfern, wo wir auch anhielten und das Boot verlassen konnten, historischen Landeplätzen und Gebäuden, Rentieren und Susan Butcher’s Training Camp für ihre Schlittenhunde (<-- bitte anklicken). Unterwegs teilte man uns mit, dass Susan Butcher ein paar Tage vor unserem „Besuch“ an Leukämie gestorben war. |
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| Eine Elchkuh mit ihren Jungen |
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| (Bitte Bilder anklicken, um sie zu vergrößern). |
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| Jedes Nachricht-Eingabefeld im Gästebuch ist auf ca. 250 Buchstaben einschließlich Leerzeichen beschränkt. Für längere Mitteilungen schickt uns bitte eine E-Mail unter: morton@rmortonc.com |
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(Zu weiteren Informationen über diese Dampferfahrt lehnen wir uns an die Beschreibung anderer Alaskareisenden auf Seite 3 und 4 unter http://www. schwarzaufweiss.de/usa/fairbanks3.htm ) Chucks Geburtstagfeierlichkeiten endeten am Abend im „Alaskan Salmon Bake“ Restaurant (<-- bitte anklicken), wo wir es uns bei Lachs und anderen auf dem offenen Feuer im Freien gegrillten Spezialitäten gut gehen ließen. Am 12. August regnete es, als wir um 10:45 Uhr aufbrachen, um auf der Highway # 3 in südlicher Richtung und Richtung Anchorage zum Denali Nationalpark (<-- bitte anklicken) zu fahren. Wir blieben 2 Nächte auf einem Campingplatz an der Zufahrtstraße zum Park. Am Tag nach unserer Ankunft regnete es noch immer, als wir einen Parkbus bestiegen und 8 Stunden durch den Park kutschiert wurden (siehe Fotos). Es regnete zwar nicht ständig, aber die Wolken hingen so tief, dass uns ein Blick auf Mount McKinley (6194 m, höchster Berg Nordamerikas) verwehrt blieb. Auch die Ankündigung des Parkrangers, dass wir viele ungewöhnliche Tiere zu sehen bekämen, erwies sich als falsch. Die hatten sich bei dem miesen Wetter mehr oder weniger alle in ihre Höhlen zurückgezogen. Was wir allerdings an Landschaft sehen konnten, war ziemlich spektakulär! (Siehe Fotos [leider enttäuscht die Digitalkamera manchmal und der Eindruck, den man vor Ort gewinnt, kommt nicht so recht zur Geltung]) Bei strömenden Regen ging es dann am 14. August weiter bis Anchorage, wo wir kurz vor Ankunft auf unserem Campingplatz (in Sichtweite!) noch einen geplatzten Wohnmobilreifen am Rande einer Schnellstraße auswechseln mussten. Wir hatten es gar nicht bemerkt, aber eine wild gestikulierende Autofahrerin überholte uns und deutete an, dass irgendetwas nicht stimmte. Wir hielten an und die total aufgelöste Frau kam auf uns zu gerannt, um uns mitzuteilen, was los war. Sie war direkt hinter uns gewesen, als der Reifen platzte und die Fetzen flogen und konnte es kaum glauben, dass wir es nicht bemerkt hatten. Die Straßen in Alaska sind wegen des Permafrostbodens sehr, sehr schlecht und die Wetterverhältnisse erlauben Reparaturen nur für ein paar Monate während der kurzen Sommer. [In Alaska sagt man, dass es, wie anderswo auch, 4 Jahreszeiten gibt. Sie heißen nur anders: (1) Fast Winter, (2)Winter, (3) wie Winter und (4)Straßenbau.] Am nächsten Morgen brachten wir Mary zum Flughafen und dann waren wir wieder allein. Es regnete noch immer, die Wolken hingen so tief, dass man die Berge um Anchorage nicht sehen konnte und es war kalt. Es regnete so stark, dass die Straße zwischen Fairbanks und Anchorage zwei Tage nachdem wir sie passiert hatten, wegen Brückenschäden gesperrt wurde. Wir blieben eine Woche in Anchorage und hatten nur einen Tag ohne Regen. Das war der Tag, an dem wir endlich Mount McKinley zu sehen bekamen, wenn auch nur aus der Ferne. Die Berge um die Bucht von Anchorage zeigten sich an diesem Tag ebenfalls. An den regnerischen Tagen versuchten wir uns im und ums Wohnmobil herum etwas nützlich zu machen und am Wochenende besuchten wir ein Fest der griechisch orthodoxen Kirche, wo wir griechisch zu Mittag aßen, bevor wir zur Gedenkstätte des Erdbebens von 1964 fuhren (siehe Fotos). Wir waren einmal ganz toll in der Altstadt zum Meeresfrüchte Essen im Phyllis's Cafe (<-- bitte anklicken), damit wir wenigstens eine wirklich angenehme Erinnerung an Anchorage mitnehmen konnten. Am 22. August um 11:30 Uhr verließen wir Anchorage im Regen (Tachostand 48393 Meilen). Wir fuhren auf Highway # 1, (=Glenn Highway) in nordöstlicher Richtung über Glennallen bis Tok (siehe Fotos), wo die Glenn Highway in die Alaska Highway (=Alcan Highway) einmündet. Hier endete unsere Rundreise durch Alaska und wir fuhren nun auf der gleichen Strecke in östlicher Richtung zurück nach Kanada, auf der wir einen Monat vorher gekommen waren. Als wir die kanadische Grenze überschritten, hatten wir 2358 Meilen (= 3770 km) in Alaska zurück gelegt. Die Straßen waren zum Teil so schlecht, dass die Beine an unserem Computertisch im Wohnmobil abbrachen. Überhaupt hatten wir einige Schäden zu verzeichnen, die direkt auf den Straßenzustand zurückzuführen waren (Reifen geplatzt, Tastatur kaputt, Maus kaputt, DVD-Spieler kaputt, etc.) Wir übernachteten dreimal unterwegs zwischen Anchorage und Whitehorse im Yukon. In ganz besonders angenehmer Erinnerung wird uns die Übernachtung am Kloo See innerhalb Kluane Nationalpark bleiben (siehe Fotos). Beim Abendessen und Frühstück konnten wir den Biebern zuschauen, wie sie sich im Wasser tummelten. Wasservögel gab es zu sehen und die Landschaft war so friedlich, kein Mensch weit und breit. Am liebsten wären wir für immer dort geblieben. Unser nächster Stopp war Whitehorse, wo wir uns für ein paar Nächte auf einem Campingplatz mit Strom-, Wasser-, Kanalisationsanschlüssen und WiFi einmieteten, um Wäsche zu waschen und E-mails herunter zu laden und zu beantworten. Eine E-mail von Michael brachte mich ganz schön ins Schwitzen. Ich hatte in Fort Wayne eine Benachrichtigung per Post erhalten, dass ich mich am 11. September in Pensacola, Florida bei Gericht als Geschworene zu melden hätte. (Dort sind unsere Fahrzeuge gemeldet und wir haben ein Postfach bei einer Gesellschaft, die unsere Post weiterleitet und die es Wohnmobilreisenden ermöglicht, Floridianer zu sein. Florida hat keine Einkommenssteuer, deshalb haben wir uns dort angemeldet.) Michael hatte die Vorladung eingescannt und als Anhang an die Mail gehängt. Da Wochenende war, konnte ich nichts unternehmen und musste bis Montag warten, bevor ich dort anrufen konnte. Wir verbrachten Freitag und Samstag damit die Sehenswürdigkeiten der Umgebung auszukundschaften (siehe Fotos) und am Sonntag d. 27. August fuhren wir am Spätvormittag bei strahlendem Sonnenschein los. Das Wetter hielt nicht lange und bald fing es wieder an zu regnen. Am Abend fanden wir ein schönes Plätzchen in der Nähe eines Flusses zum Übernachten und am nächsten Morgen machten wir uns bei recht gutem Wetter auf, ein Telefon zu suchen, denn unsere Handys funktionierten beide nicht im kanadischen Hinterland. In Coal River, einem drei-Häuser-Nest mit einem kleinen Laden wurden wir fündig. Ich kaufte für 5 kanadische Dollar eine Telefonkarte und versuchte nun das Gericht in Florida zu erreichen. Erstaunlicherweise lief die Sache wie geschmiert. Ich erklärte, wo ich war und mein Name wurde ohne weiteres von der Geschworenenlist gestrichen. Danach war mir wohler und ich konnte mich so richtig auf den Abend freuen, denn wir hatten vor, in Liard Hotsprings einen Zwischenstopp einzulegen und in den Thermen zu entspannen (siehe Fotos). Die heißen Quellen waren ein Genuß und wir gönnten uns den Spaß am Dienstagmorgen, bevor wir unsere Fahrt fortsetzten, noch einmal. Dann ging es weiter bis Fort Nelson, wo wir hinter dem Stadtpark übernachteten, um am nächsten Morgen, wenn die Banken öffneten, Geld zu wechseln. Fort John war unser nächster Übernachtungsort und dort musste mal wieder ein WalMart-Parkplatz herhalten, denn wir konnten ansonsten nichts Geeignetes finden. Der 31. August brachte uns nach Alberta (<-- bitte anklicken), wo wir noch einmal einen WalMartbesuch eingeplant hatten, denn wir mussten unseren Kühlschrank und die Speisekammer für unsere bevorstehenden Abenteuer in den kanadischen Rocky Mountains auffüllen. Für den 6. September war nämlich ein Treffen in Jasper mit unserem Freund Dick aus Las Cruces geplant, mit dem wir dann die Nationalparks der nördlichen Rockies erkunden wollten. Die Vorbereitungen begannen in der letzten größeren Stadt, Grand Prairie, bevor wir dann die Zivilisation wieder verließen, um auf den Höhen der kanadischen Rocky Mountains im Hinterland zu verschwinden. Fortsetzung folgt im September Reisebericht………… |