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| Aprilwetter in Deutschland |
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"Fotos April 2006" oben.
fortfahre, für alle nicht Eingeweihten die familiären Beziehungen der in diesem Bericht namentlich Erwähnten erläutern: In Diedorf wohnt meine Schwester „Jeanette“ mit ihrem Mann „Klaus“ und ihrer jüngeren Tochter „Nadine“. Die Katzen „Trixi“ und „Susi“ gehören auch mit zur Familie. „Kristin“, die ältere Tochter der beiden wohnt schon so halb bis ganz bei ihrem Tom in Augsburg.
Schwester „Tante Anna“. Altenstadt liegt nur ein paar Kilometer von Erolzheim entfernt, allerdings auf der bayrischen Seite der Iller.
jüngste Schwester „Angelika“, allgemein bekannt als „Geli“, sowie ihr Mann „Egon“, Tochter „Julia“, Sohn „Tim“ und „Scotty“, der Golden Retriever. Und nun zurück zum Reisebericht:
Diedorf nach Altenstadt, wo ich die polnische Altenpflegerin Barbara (siehe Foto) kennen lernte, die sich im mehr oder weniger monatlichen Turnus mit einer anderen Polin abwechselnd, um unsere Mutti/Oma und „Tante Anna“ kümmert. Ich war sehr angenehm überrascht, wie gut Mutti, trotz ihrer mannigfaltigen gesundheitlichen Probleme, aussah und sehr glücklich darüber, dass sie mich auch erkannte und meistens wusste wer ich bin. Wir tranken Tee und aßen Kuchen, den ich auf der Hinfahrt unterwegs noch besorgt hatte und später am Nachmittag holte mich Egon |
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| (Bitte Bilder anklicken, um sie zu vergrößern). |
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sollte. Jeanette und Klaus blieben in Altenstadt und übernachteten im Gasthof „Zur Sonne“, wo sich am Abend Jeanettes Klassenkameraden aus der Volksschule zu einem schon lang geplanten Klassentreffen einfanden, das bis etwa morgens früh um 3 Uhr dauerte. Jeanette wirkte dann auch leicht übernächtigt, als ich sie am nächsten Morgen in der Kirche wieder sah. Nadine, die am Sonntagmorgen mit Kristin und Tom von Augsburg, bzw. Diedorf eingetroffen war, hatte auch ein wenig zu lang vom Samstag in den Sonntag hinein gefeiert und schien ihre Bekanntschaft mit dem „Katzenjammer’ nicht sehr zu genießen. Der Konfirmationsgottesdienst war sehr stimmungsvoll gestaltet und die kleine Gruppe von sechs Konfirmanden beteiligte sich an den Sketchen zum Schwerpunktthema „Was ist der Mensch?“. Anstelle der früher üblichen Konfirmationsprüfung, stellten die Konfirmanden in einem „Vorstellungsgottesdienst“ dar, was sie im Konfirmandenunterricht gelernt hatten. Nach dem Gottesdienst fanden wir uns alle im Restaurant des Schlosshotels Erolzheim zu einem festlichen Mahl ein (siehe Fotos). Der Pfarrer und seine Frau zählten zu den geladenen Gästen. Die servierten Köstlichkeiten machten es mir fast unmöglich, mich an meine Diabetikerdiät zu halten, somit war ich recht froh, dass ich mir schon vorab eine zweitägige „Diät-Pause“ genehmigt hatte. Am Nachmittag gab es himmlische Kuchen und Leckereien zuhause bei Geli und Egon und am Abend, nachdem wir Mutti und Tante Anna zurück nach Altenstadt gebracht hatten, fuhren wir wieder zurück nach Diedorf, damit ich noch ein paar Tage mit Jeanette verbringen konnte, bevor für sie der Ernst des Lebens, in Form von Nachtdienst, wieder beginnen würde. Leider wurde sie dann aber krank und sie konnte sich an unseren gemeinsamen Stunden nicht so voll und ganz erfreuen. Ich erledigte in den folgenden Tagen etliche Einkäufe in Augsburg und am Mittwoch ging’s für mich über Altenstadt und einem kurzen Besuch bei Mutti und Tante Anna zurück nach Erolzheim, um die restlichen paar Tage meines Deutschlandbesuches mit Geli, Egon, Julia, Tim und Scotty verbringen zu können. In Erolzheim, wie schon vorher in Diedorf, wurde ich bekocht und verwöhnt und es war manchmal sehr schwer, meine Diät einzuhalten. Scotty und ich machten am Vormittag, wenn alle auf der Arbeit oder in der Schule waren, bei typisch deutschem Aprilwetter Spaziergänge im Wald und nachmittags, wenn alle wieder daheim waren, wurde geplaudert, gegessen, im Garten gebuddelt oder wir besuchten Mutti und Tante Anna in Altenstadt und spielten Karten mit ihnen. An einem Abend lud ich alle zum Essen im Gasthaus Krone in Illertissen ein und am 11. April brachte mich Geli nach Krumbach, wo wir uns mit Jeanette und Klaus in einer Eisdiele trafen. Nachdem wir uns einen Berg Spaghetti Eis geteilt hatten, fuhr Geli heim nach Erolzheim und Jeanette und Klaus nahmen mich mit zurück nach Diedorf, denn am nächsten Tag flog mein Flieger wieder zurück über den großen Teich. Für meinen letzten Abend in Deutschland lud ich alle, d. h. Jeanette, Klaus, Nadine, Kristin und Tom zu El Greco in Neusäß zum essen ein und am nächsten Morgen wurde ich mit großer Entourage nach München zum Flughafen gefahren, wo wir voneinander Abschied nehmen mußten. Der Rückflug über Chicago, Denver nach El Paso war für mich bis Chicago einfach großartig: Ich hatte 3 Sitzplätze in der Mitte für mich ganz alleine, einschließlich 3 Kissen und 3 Decken. Ich habe es mir bequem gemacht und sogar das eine oder andere Nickerchen genossen zwischen ein paar recht guten Spielfilmen. Die anderen Flüge waren weniger angenehm und der Flughafen in Chicago war Chaos pur. Die Koffer kamen ewig nicht, beim Zoll war ein Gedränge, dass man nicht durchkam, an den Sicherheitskontrollen zu meinem Abflugsteig nach Denver war so eine lange Schlange, dass ich deswegen beinahe noch meinen Anschlussflug verpasst hätte. Gerade noch so auf den letzten Drücker habe ich es geschafft. Zu meinem größten Erstaunen kamen auch meine Koffer in El Paso an. Nach dem Chaos in Chicago, wo ich die Koffer durch den Zoll bringen musste und dann neu aufgeben musste, war das wahrhaft ein Wunder, denn ich wurde angewiesen, die Koffer einfach in einem Raum stehen zu lassen, wo schon hunderte von Koffern einfach nur so herum standen und das „Kofferpersonal“ gar nicht nachkam, sie auf die entsprechenden Förderbänder zu verteilen. Aber Wunder über Wunder, alles kam heil in El Paso an, sogar ich. Chuck und Lobo empfingen mich freudig mit Blumen und Schwanz wedelnd, jeder so auf seine Art. Wir fuhren zurück zum Campingplatz von White Sands Missile Range zu unserem Wohnmobil, welches die beiden während meiner Abwesenheit gut behütet hatten, wenn es auch manchmal wegen der starken Winde, die gelegentlich von den Organ Mountains herunterwehten, beinahe umgeworfen worden war. Statt schöne Stunden zu genießen, so wie ich in Deutschland, musste sich Chuck während meiner Abwesenheit tagelang mit UPS herumärgern, da ich vor meiner Abreise etwas bestellt hatte, das von UPS geliefert werden sollte und UPS behauptete, die Lieferadresse nicht ausfindig machen zu können. Dann war der Laptop kaputt gegangen, da gab es Schwierigkeiten mit FedEx, weil Hewlett Packard den Laptop immer wieder in Stafford, Virginia von FedEx abholen lassen wollte, egal wie oft Chuck ihnen erklärte, dass wir dort seit 2 Jahren nicht mehr wohnen. Als dann der Laptop endlich abgeholt, repariert und zurück geschickt worden war, war er nur halb zusammen geschraubt und „kaputter“ als zuvor. Da fing das ganze Spiel noch einmal von vorne an. Nach meiner Rückkehr am 12. April von Deutschland blieben wir über Ostern noch in White Sands. Am 18. April verlegten wir unseren Standort noch einmal kurz zum Holloman AFB Campingplatz, wo wir überwintert hatten. Von dort aus nahmen wir noch ein paar Arzttermine wahr und zogen dann am 20. April um zum Percha Dam State Park, südlich von „Truth or Consequences, New Mexiko“, in der Annahme, dass wir nun, mit Ausnahme eines Termins am 25. April, die Rennerei zu den Ärzten hinter uns hätten. Meine Ärztin war am 14. April so erfreut gewesen von meinen Blutzuckerwerten, dass sie mein Glucosemedikament absetzte und nachdem meine Diät auch meinen Blutdruck sehr, sehr niedrig zu halten schien, wurde das Blutdruckmedikament auch abgesetzt unter der Voraussetzung, dass ich meinen Blutdruck vorläufig noch mehrmals am Tag messe. Alles lief vorerst wunderbar! Percha Dam State Park liegt direkt am Rio Grande und wir fanden einen sehr schönen Stellplatz. Ein Ehepaar aus Hamburg (siehe Fotos), das sich, wie man uns erzählte, für 5 Monate auf großer Amerika Tournee befindet, hatte diesen State Park auch entdeckt. Leider vergaßen wir sie nach ihren Namen zu fragen. Somit bleiben sie hier ganz anonym, abgesehen vom Nummernschild auf ihrem Wohnmobil. Aber vielleicht lesen sie ja diese Zeilen (sie haben unsere Webseitenadresse) und wir würden uns freuen, wenn sie sich in unserem Gästebuch verewigen würden. Dick besuchte uns öfters und als er das erste mal kam, zeigten wir ihm einen tollen Platz für sein Zelt, den wir bei einem unserer Ausflüge am Rio Grande entlang entdeckt hatten (siehe Fotos). Dieses schöne Fleckchen gehört zum Caballo Lake State Park, einen Steinwurf entfernt vom Percha Dam State Park. Dick war begeistert, was wir da für ihn entdeckt hatten und beschloss, bald wieder zu kommen, um dort zu zelten. Bei seinem ersten Besuch blieb er aber bei uns und am nächsten Tag zog Dick mit seinem Fernglas aus zum „Bosque del Apache“, einem Vogelschutzgebiet nördlich vom Percha Damm. Wir verabredeten uns für den späten Nachmittag im „Owl Bar & Café“ in San Antonio, New Mexiko (wir berichteten von diesem Lokal im Dezember 2005 Reisebericht) und fuhren zu dem bereits erwähnten Arzttermin in Alamogordo und anschließend weiter in Richtung Carrizozo. Als wir in Carrizozo ankamen, war es noch zu früh, um gleich nach San Antonio weiter zu fahren, somit machten wir einen Abstecher nach White Oaks (siehe Fotos), einer Geisterstadt, die wir schon einmal vor vielen Jahren besucht hatten, als wir noch in New Mexiko wohnten. Wir waren ziemlich überrascht, als wir feststellen mussten, dass diese Geisterstadt genau gesehen eigentlich diesen Namen nicht mehr verdient, denn die „Stadt“ beginnt sich wieder zu beleben. Es wohnen wieder Menschen dort! Noch nicht viele, aber wer weiß, vielleicht sind es bald genug, um die Geister zu vertreiben. Nach unserem Abstecher in die sich wiederbelebende Vergangenheit von White Oaks, ging es weiter nach San Antonio, wo wir Dick am Tresen im „Owl Bar & Café“ beim zweiten oder dritten Bier vorfanden. Er war viel früher als verabredet in San Antonio angekommen und vertrieb sich die Zeit damit, mit der Bedienung zu shakern. Unsere „Green Chile Cheeseburger“ waren wie immer fantastisch und als wir gesättigt waren, fuhren wir zurück zum Percha Damm, wo wir mit einem Lagefeuer den Abend ausklingen ließen. Die Gegend entlang des Rio Grande ist nicht nur im „Bosque del Apache“ ein Vogelparadies. Auch am Percha Damm und Caballo Lake Damm sieht man viele Vogelfreunde mit ihren Ferngläsern umherwandern und auch wir Laien kommen in den Genuss, die farbenprächtigsten und ungewöhnlichsten Vögel zu sehen, wenn wir auch nicht wissen, wie sie heißen. Dick ist ein begeisterter Vogelfreund, kennt die meisten bei Namen und weiß alle möglichen interessanten Dinge über diese oder jene Vogelart zu berichten. Bei seinem zweiten Besuch baute Dick sein Zelt an dem schönen Plätzchen, das wir entdeckt hatten, auf und er blieb ein paar Tage. Wir besuchten uns gegenseitig und grillten (siehe Fotos), saßen am Lagerfeuer und Lobo hatte Spaß im Rio Grande. Alles hätte eitel Sonnenschein sein können aber ganz plötzlich und ohne ersichtlichen Grund, machte mein Blutdruck große Scherereien. Ich rief meine Klinik an, aber die konnten mir keinen Termin geben und sie gaben mir eine Überweisung zu einer anderen Klinik in Alamogordo. Ich fuhr dorthin und im Wartezimmer wurde mir nach einer Weile ganz komisch, ich hatte einen hochroten Kopf, tränende Augen, schreckliche Kopfschmerzen und ich ging auf die Toilette, hab’ meinen Blutdruck dort gemessen (ich hatte mein Messgerät mitgenommen) und es hat 227 zu 133 gemessen. Puls war 109. Ich hab’ gedacht, ich fall in Ohnmacht! Dann bin ich raus zu den Damen an der Rezeption und hab es ihnen gesagt. Sofort kam jemand mit einem Messgerät und da war der Blutdruck gleich noch ein paar Grad höher. Ich wurde sofort auf einen Tisch gelegt, dann kam der Krankenwagen und brachte mich in die Notaufnahme im Krankenhaus, wo man mich den ganzen Nachmittag untersuchte, Blut abzapfte, EKG machte, Urin untersuchte und was noch nicht alles. Den Blutdruck haben sie dann medikamentös auf 119 zu 80 herunter gekriegt, aber den Grund für das Malheur haben sie nicht herausgefunden. Als der Blutdruck wieder normal war und der Arzt meine Reflexe überprüft hatte und mich beim Laufen beobachtet hatte und massenhaft Fragen gestellt hatte, durfte ich wieder heimfahren. Am nächsten Morgen war mein Blutdruck wieder oben, zwar nicht ganz so hoch, aber doch höher als allgemein erwünscht und ich habe meine Klinik angerufen, aber meine Ärztin war immer noch nicht da. Man sagte mir, ich solle wieder in die Notaufnahme fahren und am Montag dann zur Ärztin kommen, bis dahin würde sie zurück sein. Chuck hat mich wieder in die Notaufnahme gefahren, die haben den Blutdruck wieder runter gebracht und mir Medizin aufgeschrieben, die mein normales Blutdruckmedikament über's Wochenende unterstützen sollte, bis ich dann am Montag zu meiner Ärztin gehen konnte, damit die Medikamente neu dosiert und eingestellt werden konnten. Eine lange Liste von weiteren Untersuchungen, die meine Ärztin veranlasste, hat bis jetzt auch nichts erbracht, was den plötzlichen Blutdruckanstieg erklären könnte. Meine Vermutung ist, dass ich auf ein Entzündung hemmendes Medikament, welches mir kurz vor dem Schlammassel verschrieben worden war, reagierte. Meine Ärztin will sich diesbezüglich nicht festlegen, aber mit einer besseren Erklärung konnte sie bisher auch nicht aufwarten. Die ganze Geschichte hat uns einen ziemlichen Schreck eingejagt und auch unsere Reisepläne etwas durcheinander gebracht. Ende April wollten wir längst von New Mexiko weg sein, aber es kam anders als geplant! Und so ging wieder ein Monat zu ende und wie es weitergeht, erfahrt Ihr im nächsten Reisebericht. Fortsetzung folgt…. |
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